Meta, Walmart, Stripe und weitere Unternehmen stellen das Personal Agent Protocol vor. Der offene Standard soll festlegen, wie persönliche KI-Agenten sicher mit Unternehmen und deren Online-Angeboten interagieren. Kate Rooney berichtet für CNBC, dass die beteiligten Firmen klare Regeln für Erkennung, Authentifizierung und Kontrolle solcher Agenten schaffen wollen.
Persönliche KI-Agenten übernehmen zunehmend konkrete Aufgaben. Sie können etwa Termine buchen, Geschenke suchen und kaufen oder Kinder für Kurse anmelden. Meta zufolge wächst die Nutzerzahl seines Agenten Muse schnell. Die Anwendung hat nach ihrem Start im September zudem die Spitze von Apples App Store erreicht.
Für Unternehmen entsteht damit ein neues Problem: Sie müssen erkennen können, ob eine echte Person ihre Website nutzt oder ein Programm im Auftrag dieser Person handelt. Bret Taylor, Mitgründer des Unternehmens Sierra und Vorsitzender von OpenAI, verweist auf die Risiken nicht autorisierter Bots. Firmen sollten nicht beliebigen automatisierten Systemen Zugang zu ihren Diensten geben müssen.
Das vorgeschlagene Protokoll soll gemeinsame Grundlagen für mehrere Bereiche liefern:
- Es soll persönliche KI-Agenten von menschlichen Besuchern unterscheidbar machen.
- Es soll bestätigen, dass ein Agent im Auftrag einer bestimmten Person handelt.
- Es soll Unternehmen Einblick in die Handlungen eines Agenten geben.
- Es soll den geschützten Austausch von Zahlungsdaten und anderen persönlichen Informationen unterstützen.
Taylor vergleicht den Ansatz mit der Anmeldung bei einer Website über ein Google- oder Facebook-Konto. In beiden Fällen bestätigt ein vertrauenswürdiger Dienst die Identität. David Singleton von Meta Superintelligence Labs, früher Technologiechef bei Stripe, sieht in dem Standard eine gemeinsame Infrastruktur für persönliche Agenten und Unternehmenssysteme. Er zieht einen Vergleich mit E-Mail, die dank einheitlicher Standards zwischen vielen Anbietern funktioniert.
Der Bedarf an solchen Regeln wird durch Konflikte um automatisierten Zugriff deutlich. Amazon hat Meta-Agenten wegen Bedenken zum Auslesen von Websites blockiert. Gegen Perplexity hat Amazon ebenfalls geklagt und dem Unternehmen vorgeworfen, seine KI-Agenten verschleiert zu haben. Perplexity weist den Vorwurf zurück.
OpenAI und Anthropic gehören bisher nicht zu den Unterstützern. Taylor erwartet jedoch, dass sich weitere Anbieter dem offenen Standard anschließen.
Bleib auf dem Laufenden
KI für Contentprofis: die neuesten Tools, Tipps und Trends. Alle 14 Tage in deine Inbox: