Meta erklärt die auffälligen Parallelen zwischen Muse und OpenClaw

Metas KI-Assistent Muse ist nach Angaben des Unternehmens eigenständig entwickelt worden, orientiert sich als Produkt aber stark am Open-Source-Agenten OpenClaw. Das erklärt Nat Friedman, Produktchef von Meta Superintelligence Labs.

Sarah Perez berichtet für TechCrunch, dass Friedman auf Vergleiche reagiert, die nach Entdeckungen von Nutzern deutlich an Fahrt gewinnen. Diese hatten in beiden Systemen ähnlich benannte Konfigurationsdateien und teilweise fast gleiche Inhalte gefunden.

Muse richtet sich an ein breites Publikum und soll Aufgaben mithilfe von KI-Agenten erledigen. Kurz nach dem Start vermuteten einige Nutzer, dass hinter der leicht zugänglichen Oberfläche im Kern OpenClaw stecke. Ein viel beachteter Beitrag auf X bezeichnete Muse als „OpenClaw for normies“.

Friedman weist diese Darstellung zurück, räumt die Vorbildfunktion aber klar ein. Viele Beschäftigte von Metas KI-Team hätten OpenClaw und andere persönliche KI-Agenten intensiv genutzt. Meta habe ein ähnliches Angebot schaffen wollen, das sicher, einfach bedienbar und für Milliarden Menschen skalierbar sei.

Besonders auffällig war die Datei SOUL.md. Das Markdown-Dokument kann festlegen, wie ein KI-Agent kommuniziert, welche Werte und Grenzen er hat und in welchen Bereichen er helfen soll. Nutzer berichteten nicht nur von gleichen Dateinamen, sondern auch von sehr ähnlichen Texten.

Friedman widersprach diesen Beobachtungen nicht. Auf die Frage nach den nahezu identischen Inhalten verwies er darauf, dass OpenClaw-Erfinder Peter Steinberger diese Elemente aus seiner Sicht genau richtig gestaltet habe.

Der Vorgang zeigt, wie rasch sich erfolgreiche Muster im Markt für KI-Agenten verbreiten. Auch wenn Software technisch neu entwickelt wird, können Bedienkonzepte und Arbeitsstrukturen deutlich von offenen Projekten geprägt sein. Meta verweist darüber hinaus auf Friedmans Aussage.

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