Palmier Pro lässt Claude und Codex Routinearbeit im Videoschnitt übernehmen

Palmier Pro ist ein neues Open-Source-Schnittprogramm für macOS. Es verbindet eine klassische Zeitleiste mit KI-Generierung und Schnittstellen für KI-Agenten. Mitgründer Harrison Tin stellt das Projekt in einem Show-HN-Beitrag auf Hacker News vor. Das Ziel sei, wiederkehrende Arbeit in der Videoproduktion zu verringern, nicht kreative Entscheidungen von Menschen zu ersetzen.

In der Anwendung lassen sich Bilder, Videoclips, Musik, Soundeffekte und Untertitel erzeugen, ohne das Schnittprogramm zu verlassen. Die Entwickler haben das Werkzeug nach eigener Darstellung gebaut, weil der bisherige Ablauf zu viele Zwischenschritte erforderte. KI-Videos mussten erzeugt, heruntergeladen, importiert und bei jeder Änderung erneut erstellt werden.

Schnittfunktionen für KI-Agenten

Palmier Pro enthält einen lokalen Server für das Model Context Protocol, kurz MCP. Darüber können kompatible Assistenten wie Claude oder Codex auf Funktionen des Programms zugreifen. Laut dem Team können die Agenten Projekte verwalten, Medien aus öffentlichen URLs oder vom lokalen Speicher importieren, Dateien ordnen, Material durchsuchen, Clips und Keyframes in der Zeitleiste ändern sowie Videos exportieren.

Zusätzlich gibt es einen Chat direkt im Programm. Er nutzt dieselben Werkzeuge wie der MCP-Server. Nach Angaben der Entwickler erleichtert diese Nähe zur Benutzeroberfläche schnelle Korrekturen.

Mehrere Funktionen laufen lokal auf dem Rechner. Palmier Pro nutzt Apples SpeechAnalyzer für Transkripte und CoreML für lokale Modelle. SigLIP2 soll Videobilder nach ihrem Inhalt durchsuchbar machen. Weitere Komponenten erkennen Beats und Sprechpausen. Das kann bei der Suche nach passendem Material oder bei Rohschnitten nach Sprache und Musik helfen.

KI eigne sich vor allem für wiederkehrende Aufgaben mit klaren Mustern, schreiben die Entwickler. Für kreative Schnittentscheidungen sei sie weniger verlässlich. Palmier Pro ist Open Source und kostenlos testbar, unterstützt derzeit aber nur macOS 26. Für KI-Generierung ist ein Konto nötig, da diese Anfragen über die Server von Palmier laufen.

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