OpenAI hat das Wort „safely“ aus seinem Mission Statement gestrichen. Die Änderung ist in der Steuererklärung für 2024 dokumentiert, die das Unternehmen beim Internal Revenue Service eingereicht hat. Die Streichung fällt mit der Umwandlung von einer Non-Profit-Organisation in ein gewinnorientiertes Unternehmen zusammen.
Das ursprüngliche Mission Statement von 2022 und 2023 lautete: „to build general-purpose artificial intelligence (AI) that safely benefits humanity, unconstrained by a need to generate financial return.“ Die Version von 2024 besagt nur noch: „to ensure that artificial general intelligence benefits all of humanity.“ Auch der Hinweis auf finanzielle Unabhängigkeit wurde entfernt.
Alnoor Ebrahim, ein Experte für Non-Profit-Accountability, bezeichnet die Änderung als bedeutsam. OpenAI sieht sich derzeit mehreren Klagen wegen Produktsicherheit gegenüber. Kläger werfen dem Unternehmen psychologische Manipulation, fahrlässige Tötung und Fahrlässigkeit vor.
Im Oktober 2025 hat sich OpenAI in zwei Einheiten aufgeteilt: die Non-Profit-Organisation OpenAI Foundation, die 26% des neuen gewinnorientierten OpenAI Group hält, und das gewinnorientierte Unternehmen selbst. Microsoft hält nach Investitionen von insgesamt 13,8 Milliarden Dollar einen Anteil von 27%. Die Umstrukturierung sollte mehr Investitionen anziehen. Das Unternehmen wird jetzt mit über 500 Milliarden Dollar bewertet.
Der Attorney General von Kalifornien, Rob Bonta, genehmigte die Vereinbarung und erklärte, dass „Sicherheit Priorität haben wird.“ Die neue Struktur enthält jedoch keine explizite Sicherheitssprache im Mission Statement beider Einheiten. Der Vorstand der OpenAI Foundation kann alle Mitglieder des gewinnorientierten Vorstands ernennen und über ein eigenes Komitee Sicherheitsmaßnahmen verlangen.
Kritiker argumentieren, dass alternative Modelle mit größeren Non-Profit-Anteilen dem öffentlichen Interesse besser dienen würden.
Quellen: The Conversation, Simon Willison
