Apples neue Siri kommt und das (weitgehend) kostenlos. Brauche ich da noch Claude, Gemini, ChatGPT? Die Antwort: Es kommt darauf an …
Worum geht es überhaupt? Vor zwei Jahren hatte Apple eine revolutionäre neue Version von Siri versprochen. Daraus ist bekanntlich nichts geworden. Ausgerechnet mit Googles Hilfe haben sie es nun doch geschafft.
Die neue „Siri AI“ ist ein potenziell sehr nützlicher KI-Assistent. Er soll Ende des Jahres auf allen kompatiblen Apple-Geräten zur Verfügung stehen. Zunächst auf Englisch. Siri soll dabei Informationen von deinen Geräten mit leistungsfähigen KI-Modellen verknüpfen.
Neben den Features bewirbt Apple vor allem den Datenschutz. Ein Schachzug, der sich bewährt hat: Konkurrenten wie Google nehmen es mit der Privatsphäre bekanntlich nicht so genau.
Natürlich bin ich skeptisch: Wie groß ist der Unterschied zwischen Versprechen und Wirklichkeit diesmal? Wenn die Public Beta im Juli kommt, werde ich mein iPad als Testgerät „opfern“. Immerhin: Die ersten Berichte lesen sich positiv.
Sollte Apple es diesmal hinbekommen, könnten sie am Ende die Nr.1 für „Consumer AI“ sein. Apples inoffizielles Firmenmotto würde sich in dem Fall erneut bewahrheiten: „Die Letzten werden die Ersten sein.“
Ganz so weit würde ich mich allerdings nicht aus dem Fenster lehnen wollen. Denn Siri AI sieht vielversprechend aus, aber es werden Monate vergehen, bis eine erste Version in größerem Umfang verfügbar ist.
In der Zwischenzeit dreht sich die KI-Welt schnell weiter. Agentische Funktionen (Claude Cowork, OpenAI Codex, Gemini Spark, OpenClaw …) sind ein heißes Thema. Die KI-Modelle der führenden Unternehmen verbessern sich laufend. Apple hingegen ist weit abgeschlagen.
Ihr größtes Potenzial ist die Integration der Funktionen über alle ihre Geräte hinweg. Ich bin gespannt, wie gut das funktionieren wird.
Aber für meinen „Claude Pro“-Zugang sehe ich da keine Gefahr.
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