Apple und EU sprechen „konstruktiv“ über Siri AI, aber keine Einigung in Sicht

Apple-Chef Tim Cook und EU-Technologiekommissarin Henna Virkkunen haben am 30. Juni per Videokonferenz über den Start von Siri AI in Europa gesprochen. Beide Seiten bezeichneten das Gespräch als „konstruktiv.“ Konkrete Ergebnisse gab es keine.

Siri AI ist Apples neu entwickelter Sprachassistent. Er soll im September mit iOS 27 und iPadOS 27 erscheinen. Nutzerinnen und Nutzer in der EU erhalten ihn auf iPhone und iPad jedoch nicht zum Launch. Auf macOS 27, visionOS 27 und watchOS 27 wird Siri AI hingegen auch in der EU verfügbar sein. Der Digital Markets Act (DMA) gilt formal nur für iOS und iPadOS als sogenannte Gatekeeper-Plattformen.

Der Kern des Streits

Der DMA verpflichtet Apple dazu, konkurrierenden KI-Assistenten denselben Zugang zu iPhone-Funktionen zu gewähren wie Siri. Apple hatte dafür einen sogenannten Trusted System Agent vorgeschlagen. Dabei handelt es sich um eine Zwischenschicht, die Drittanbietern sicheren Zugang zu Systemfunktionen ermöglichen sollte. Die EU lehnte den Vorschlag ab. Sie begründete dies damit, dass er zu wenig konkret war und Apple im Grunde nur eine Verzögerung anstrebte statt einer regelkonformen Lösung.

Apple widerspricht dieser Darstellung. Das Unternehmen gibt an, über mehrere Monate hinweg verschiedene Lösungsvorschläge gemacht zu haben, die alle abgelehnt wurden. Als Gegenbeispiel verweist die EU-Kommission auf Google. Änderungen, die Google an Android vornahm, führten zu einer formellen Konsultation über DMA-Konformität statt zu einem Stillstand.

Apple hat keinen Zeitplan genannt. Die Kommission hat ihre Position nicht geändert. Beide Seiten haben sich lediglich darauf geeinigt, weiter miteinander zu sprechen.

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