Der Instagram-Vorsitzende Adam Mosseri geht davon aus, dass die Verifizierung echter Medien bald wichtiger ist als die Suche nach KI-Fälschungen. Karissa Bell berichtet für Engadget, dass Mosseri eine Dominanz von synthetischen Inhalten auf sozialen Netzwerken erwartet. Dieser Wandel erfordert ein Umdenken bei der Kennzeichnung von Bildern.
Mosseri schlägt vor, echte Medien mit einem digitalen Fingerabdruck zu versehen. Er sieht die Kamerahersteller in der Pflicht. Diese könnten Bilder direkt bei der Aufnahme kryptografisch signieren. So ließe sich die Echtheit über die gesamte Verwertungskette nachweisen. Meta räumt ein, dass aktuelle Kennzeichnungen für KI-Inhalte unzuverlässig sind. Wasserzeichen lassen sich leicht entfernen oder ignorieren. Das Unternehmen investiert Milliarden in künstliche Intelligenz, kann manipulierte Inhalte aber nicht sicher erkennen.
Laut Mosseri ist die Ära der perfekt polierten Instagram-Bilder vorbei. Er behauptet, dass professionelle Ästhetik kein verlässliches Merkmal für Menschlichkeit mehr ist. Um ihre Echtheit zu beweisen, sollten Ersteller stattdessen rohe oder sogar unvorteilhafte Bilder bevorzugen. Solche Unvollkommenheiten dienen als Beweis für eine menschliche Herkunft.
Diese Strategie überträgt die Beweislast auf die Urheber und Hardwarehersteller. Während viele Fotografen über schwindende Reichweiten klagen, sieht Mosseri darin eine veraltete Sichtweise. Er betrachtet die Flut an KI-Inhalten als unvermeidlich.
