Airbnb baut seine KI-Funktionen aus und setzt dabei auf eine Verbindung aus automatisierter Hilfe, visueller Suche und gemeinsamer Reiseplanung. Einen einzelnen Chatbot hält das Unternehmen nicht für einen Ersatz der Reise-App. Ivan Mehta berichtet bei TechCrunch, dass CEO Brian Chesky die heutigen KI-Oberflächen nur als Zwischenstand betrachtet.
Nach Chesky sind Chatbots beim Buchen und Stöbern ungeeignet, weil sie pro Antwort nur wenige Vorschläge liefern. Reiseplanung besteht zudem nicht nur aus einer Buchung. Nutzer wollen Unterkünfte ansehen, Orte vergleichen, Karten nutzen, Gastgeber anschreiben und Entscheidungen mit Familie oder Freunden abstimmen.
Airbnb untersucht deshalb eine Form von „Multiplayer“-KI. Mehrere Personen sollen gleichzeitig mit einem KI-System arbeiten können, wenn sie eine Reise organisieren. Chesky zufolge will das Unternehmen in den kommenden drei bis sechs Monaten passende Oberflächen erproben.
Agenten sollen mit Apps zusammenarbeiten
Daneben bereitet sich Airbnb auf KI-Agenten vor, die Aufgaben im Auftrag von Nutzern erledigen. Solche Systeme könnten neue Kunden auf die Plattform bringen. Sie benötigen aber mehr als einen Zugriff auf Suchergebnisse. Wichtig seien etwa Nachrichten an Gastgeber, Identitätsprüfung, Karten, Vergleichsmöglichkeiten und Funktionen für die Buchung.
Langfristig könnten einzelne Bereiche von Airbnb eigene Agenten erhalten, etwa die Suche und der Kundenservice. Diese Agenten sollen nach Chesky möglicherweise über MCP mit Systemen anderer Anbieter verbunden werden. MCP ist ein Standard, über den KI-Agenten Software und Werkzeuge ansprechen können.
Als grundlegendes Hindernis nennt Chesky das Fehlen eines echten Betriebssystems für KI. Solange Apple, Google oder ein anderer Anbieter keine solche Plattform schafft, dürften Apps zentral bleiben. KI-Agenten würden dann vor allem innerhalb von Apps arbeiten. Für den Herbst kündigt Airbnb zudem Sprachagenten für Suche und Kundenservice an.
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