Instagram geht gegen KI-Influencer mit täuschend echten Profilen vor

Instagram will die Reichweite von Accounts verringern, die KI-generierte Personen zeigen und nicht mit einem neuen Hinweis gekennzeichnet sind. Das Label „AI-generated profile“ soll deutlich machen, dass hinter dem Profil keine reale Person steht. Karissa Bell berichtet für Engadget, dass Betroffene gegen eine aus ihrer Sicht falsche Einschränkung über den Bereich „Account Status“ Einspruch einlegen können.

Der neue Hinweis ersetzt die bisher optionale Kennzeichnung „AI creator“. Diese war breit gefasst und konnte für Accounts genutzt werden, die regelmäßig KI-Inhalte veröffentlichten. Das neue Label richtet sich gezielt an Profile, auf denen eine KI-generierte Person im Mittelpunkt steht.

Instagram begründet die Änderung mit Rückmeldungen aus der Community. Nutzer störten sich daran, zunächst von einem menschlichen Profil auszugehen und erst später zu erfahren, dass die dargestellte Person künstlich erzeugt wurde. Wie stark die Plattform die Verbreitung nicht gekennzeichneter Accounts einschränken wird, bleibt offen. Instagram spricht von möglichen Begrenzungen in naher Zukunft.

Regel gegen irreführende Rollenprofile

Die Vorgabe ist kein allgemeines Vorgehen gegen KI-generierte Bilder, Videos oder Texte. Sie konzentriert sich auf virtuelle Influencer und andere erfundene Identitäten, die wie echte Menschen wirken können.

Mit leistungsfähigeren KI-Modellen entstehen solche Profile schneller und überzeugender. Engadget verweist auf Recherchen zu KI-Influencern, die Apps, Marken und Gesundheitsthemen bewerben. Einige Wellness-Accounts sollen sich dabei als Ärzte ausgegeben haben. Das verstärkt Sorgen über irreführende Inhalte, auch wenn einzelne Beiträge nicht zwingend gegen Plattformregeln verstoßen.

Für Marketing- und Content-Teams schafft Instagram damit eine konkretere Pflicht zur Transparenz. Wer einen wiederkehrenden KI-Charakter als Profilfigur nutzt, muss den Account selbst kennzeichnen. Die Offenlegung kann künftig nicht nur für die Glaubwürdigkeit wichtig sein, sondern auch dafür, wie viele Menschen die Inhalte sehen.

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