YouTube erweitert KI-Werkzeuge für Creator im Kampf um Talente

YouTube baut seine KI-Angebote für Creator aus. Neue Werkzeuge sollen bei der Analyse von Skripten, beim Testen von Videos und bei der Übersetzung von Livestreams helfen. Damit reagiert die Plattform auch auf den wachsenden Wettbewerb um bekannte digitale Creator.

Auf dem Event „Made on YouTube“ stellte das Unternehmen etwa einen KI-gestützten Storytelling-Assistenten vor. Er kann Skripte und Rohfassungen bewerten. Dabei berücksichtigt er laut YouTube, welche Inhalte auf dem jeweiligen Kanal bisher erfolgreich waren. Creator sollen so schon vor der Veröffentlichung besser einschätzen können, ob ein Konzept zu ihrem Publikum passt.

Ben Fritz berichtet im Wall Street Journal, dass YouTube die neuen Produktions- und Reichweitenwerkzeuge in einer Phase vorstellt, in der vor allem Netflix verstärkt mit erfolgreichen YouTube-Creatorn zusammenarbeitet.

Mehr Kontrolle über Produktion und Reichweite

Neu ist auch ein A/B-Test für Videos. Creator können verschiedene Fassungen veröffentlichen, ihre Ergebnisse vergleichen und die schwächer laufende Version wieder entfernen. Das ermöglicht Tests mit unterschiedlichen Einstiegen, Schnittfolgen, Erzähltempo oder anderen kreativen Entscheidungen unter realen Bedingungen.

Für Livestreams plant YouTube zudem KI-Synchronisation von Englisch nach Spanisch. Das Unternehmen versteht dies als ersten Schritt zu automatischen Übertragungen in weitere Sprachen. Für Creator könnte das den Zugang zu neuen Sprachräumen erleichtern, ohne dass sie eigene Produktionen für jede Sprache erstellen müssen.

Daneben führt YouTube Funktionen für „Mikrodramen“ ein. Diese kurzen, fortlaufenden Serien sind für YouTube Shorts gedacht und können automatisch als zusammenhängende Folgen abgespielt werden.

Auch auf Zuschauerseite setzt YouTube auf große Sprachmodelle. Mit Custom Feeds lassen sich Startseiten-Feeds per Texteingabe für bestimmte Themen, Videolängen oder Stimmungen zusammenstellen und speichern. Reece Rogers schreibt für WIRED, dass der normale Startseiten-Feed dabei erhalten bleibt. Für Creator kann die Funktion neue Chancen auf Auffindbarkeit schaffen, wenn Nutzer gezielt nach einem Format oder Thema fragen.

Quellen

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