YouTube macht es Zuschauern einfacher, KI-generierte Inhalte zu erkennen. Die Plattform führt automatische Kennzeichnungen ein und platziert bestehende Hinweise an auffälligeren Stellen. Todd Spangler berichtet für Variety über die Neuerungen.
Bisher mussten Creator KI-Nutzung manuell angeben. Künftig setzt YouTube Labels auch dann automatisch, wenn die eigenen Systeme einen „erheblichen fotorealistischen KI-Einsatz“ erkennen. Creators, die eine fehlerhafte Kennzeichnung vermuten, können diese über YouTube Studio anfechten.
In bestimmten Fällen bleiben Labels dauerhaft bestehen. Das gilt für Videos, die mit YouTubes eigenen KI-Tools wie Veo oder Dream Screen erstellt wurden, sowie für Videos mit C2PA-Metadaten, die eine vollständige KI-Generierung belegen. C2PA ist ein technischer Standard der Coalition for Content Provenance and Authenticity zur Zertifizierung der Herkunft digitaler Inhalte.
Hinweise rücken in den Vordergrund
YouTube positioniert die KI-Kennzeichnungen auch optisch prominenter:
- Bei langen Videos erscheint der Hinweis direkt unterhalb des Videoplayers, oberhalb der Beschreibung.
- Bei YouTube Shorts wird das Label als Einblendung direkt im Video angezeigt.
- Inhalte, die nur leicht verändert oder animiert sind, erhalten weiterhin nur einen Hinweis in der ausgeklappten Beschreibung.
Rene Ritchie ist bei YouTube zuständig für redaktionelle Fragen und Creator-Kommunikation und betont, dass die Labels „keinen Einfluss darauf haben, wie Videos empfohlen werden oder ob sie Einnahmen erzielen können.“ Das Ziel sei „Kontext auf einen Blick.“
YouTube erklärt, die Änderungen sollen „Transparenz und Creator-Kontrolle in Einklang bringen.“
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