WordPress plant tiefgreifende Integration von KI

Die Verantwortlichen von WordPress planen eine grundlegende Veränderung der weltweit führenden Website-Software. Ein neuer Vorschlag sieht vor, künstliche Intelligenz als festen Bestandteil des Systems zu etablieren. Damit stünde die Technologie auf einer Stufe mit der Datenbank, die bisher als unverzichtbares Fundament für jeden Blog und Online-Shop auf WordPress-Basis gilt.

Jason Adams schreibt darüber bei Make WordPress Core. Er erklärt das Ziel, KI-Modelle zu einer Standard-Ressource für alle Entwickler zu machen. Bisher müssen Nutzer oft komplizierte technische Zugangsschlüssel einrichten oder teure Abonnements abschließen. Durch eine direkte Integration in die Software sollen diese Hürden für Programmierer und Website-Betreiber fallen.

Das Kernstück dieser Initiative ist der sogenannte WP AI Client. Dieses Werkzeug ist für die kommende Version 7.0 geplant. Es dient als universelle Schnittstelle zu verschiedenen KI-Anbietern wie OpenAI oder Google. Entwickler könnten damit sehr einfach Funktionen erstellen, die Texte verfassen oder Bilder generieren. In der Vision der Entwickler arbeitet die KI im Hintergrund. Sie könnte beispielsweise automatisch Bildbeschreibungen erstellen oder lange Artikel für soziale Netzwerke zusammenfassen.

Die Hosting-Anbieter spielen in dieser Strategie eine entscheidende Rolle. Ähnlich wie sie heute Speicherplatz und Datenbanken bereitstellen, sollen sie künftig auch den Zugang zu KI-Modellen ermöglichen. Dadurch hätten selbst technisch weniger versierte Nutzer sofortigen Zugriff auf intelligente Funktionen. Laut Adams würde dieser Schritt WordPress einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz verschaffen, da die gesamte Entwickler-Gemeinde diese Werkzeuge nutzen könnte.

Der Vorschlag stößt innerhalb der WordPress-Community jedoch auf deutlichen Widerstand. Viele Experten äußern ethische und rechtliche Bedenken gegenüber generativer KI. Kritiker warnen vor minderwertigen Inhalten und zweifeln an der Nachhaltigkeit der Technologie. Zudem gibt es Sorgen um den Datenschutz und die generelle Sicherheit der Nutzerdaten. Einige Mitglieder der Gemeinschaft befürchten, dass eine zu schnelle Integration ohne klare Regeln dem gesamten Ökosystem schaden könnte.

Auf diese Kritik reagiert das Projektteam mit Plänen für umfangreiche Kontrollmöglichkeiten. Nutzer sollen die Möglichkeit erhalten, alle KI-Funktionen vollständig zu deaktivieren. Fachleute fordern ein System, bei dem Funktionen explizit freigeschaltet werden müssen. Dies sei besonders für Unternehmen wichtig, die strenge rechtliche Vorgaben erfüllen müssen.

Die Arbeit an den technischen Grundlagen hat bereits begonnen. Während die Debatte über die Risiken anhält, sehen die Befürworter in der KI einen unaufhaltsamen Wandel der gesamten Branche. Sie sind überzeugt, dass WordPress nur durch diese Integration auch in der nächsten Generation der Technologie marktführend bleiben kann.

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