KI-Agenten großer Technologiekonzerne können viele versprochene Aufgaben im Web immer seltener ausführen. Reiseportale, Banken, Onlinehändler und Bewertungsplattformen beschränken ihren Zugriff. Das betrifft etwa Flugbuchungen, Einkäufe und die Verwaltung von Kundenkonten.
Emma Roth berichtet für The Verge, dass Yelp KI-Agenten nur über ein kostenpflichtiges Datenlizenzprogramm zulässt. Delta Air Lines verhindere Buchungen durch Agenten. Auch JPMorgan Chase und Charles Schwab hätten den Zugang zu Kundenkonten eingeschränkt. Als Grund nennen die Finanzunternehmen Sicherheitsbedenken.
Besonders deutlich zeigt sich der Konflikt bei Amazon. Der Konzern hatte die Shopping-Funktion von Perplexity verboten und das KI-Unternehmen verklagt. Amazon verlangt, dass Drittanbieter, die für Kunden einkaufen, offen auftreten und Entscheidungen der Plattform respektieren. Perplexity hält dagegen, ein Agent handle als digitaler Assistent des Nutzers. Ein Berufungsgericht hob eine zuvor angeordnete Sperre später auf. Amazon hat seine Klage inzwischen ergänzt.
Auch Schutzsysteme bremsen die Agenten
Nicht jede Hürde ist eine gezielte Sperre. KI-Agenten können auch Systeme aktivieren, die Betrug, massenhaftes Auslesen von Daten und andere missbräuchliche Automatisierung erkennen sollen. Nutzer berichten von gesperrten Konten und Problemen beim Bezahlen. Das gilt teilweise sogar für Händler, die mit KI-Anbietern zusammenarbeiten.
Meta setzt deshalb auf Partnerschaften. Für den Assistenten Muse arbeitet das Unternehmen unter anderem mit Walmart, Gap, Sephora und Best Buy zusammen. Auch Shopify hat seine Händlerplattform für KI-Agenten geöffnet. Solche Vereinbarungen schaffen verlässlichere Zugänge, machen die Nutzung aber stärker von Geschäftsbeziehungen abhängig.
Zusätzlichen Einfluss haben Werkzeuge von Cloudflare. Der Anbieter unterstützt Websites beim Blockieren von KI-Crawlern und geht gegen Bots vor, die zugleich Suchindizes und Trainingsdaten aufbauen. Chris Canal, Chef des KI-Sicherheitsprüfers EquiStamp, sagt gegenüber The Verge, dass mehr Sperren den praktischen Nutzen von Agenten senken könnten. Zugleich dürften Websites ihre menschlichen Besucher häufiger zu zusätzlichen Sicherheitsprüfungen auffordern.
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