OpenAI hat eine Desktop-Anwendung für macOS veröffentlicht, die das KI-Coding-System Codex in eine Kommandozentrale zur Verwaltung mehrerer autonomer Coding-Agenten verwandelt. Die App ermöglicht es Entwicklern, mehrere Coding-Aufgaben gleichzeitig zu delegieren und KI-Systeme zu überwachen, die über längere Zeiträume unabhängig arbeiten können.
Die Codex-App bietet mehrere neue Funktionen, die über einfache Code-Generierung hinausgehen. Skills bündeln Anweisungen und Skripte, damit Codex sich mit Tools wie Figma, Linear und Cloud-Hosting-Plattformen verbinden kann. Automations erlauben es Entwicklern, Codex für wiederkehrende Aufgaben wie Issue-Triage und CI-Failure-Zusammenfassungen im Hintergrund arbeiten zu lassen. Die App unterstützt worktrees, sodass mehrere Agenten am selben Repository arbeiten können, ohne Konflikte zu erzeugen.
OpenAI-CEO Sam Altman berichtet, ein umfangreiches Coding-Projekt abgeschlossen zu haben, ohne eine traditionelle Entwicklungsumgebung zu öffnen. Er beschreibt, wie KI-Coding-Agenten bei unglamouröser Wartungsarbeit glänzen, die menschliche Entwickler normalerweise meiden. Laut OpenAI hat sich die Codex-Nutzung seit dem Launch von GPT-5.2-Codex Mitte Dezember fast verdoppelt. Mehr als eine Million Entwickler nutzen das Tool im letzten Monat.
Die App verwendet system-level sandboxing, um Sicherheitsrisiken zu begrenzen. Standardmäßig können Agenten nur Dateien in ihrem Arbeitsordner bearbeiten und müssen für erhöhte Berechtigungen wie Netzwerkzugriff um Erlaubnis fragen. OpenAI macht Codex vorübergehend für kostenlose Nutzer verfügbar und verdoppelt die rate limits für zahlende Abonnenten. Das Unternehmen plant eine Windows-Version und erweiterte Automation-Funktionen mit cloud-basierten Triggern.
Quellen: OpenAI, VentureBeat, ZDNet
