OpenAI erzielt nach Angaben von Finanzchefin Sarah Friar inzwischen mehr Umsatz mit Unternehmen als mit dem auf ChatGPT gestützten Geschäft für Privatnutzer. Kate Rooney berichtet für CNBC, Friar habe dies bei einem Treffen mit Investoren erklärt.
Zu Beginn des Jahres habe der Umsatzanteil laut Friar bei etwa 60 Prozent für das Verbrauchergeschäft und 40 Prozent für Firmenkunden gelegen. Die Nachfrage von Unternehmen sei jedoch deutlich schneller gestiegen als erwartet. Das Geschäft mit Firmenkunden stelle nun den größeren Umsatzanteil.
CNBC zufolge liegt OpenAIs auf ein Jahr hochgerechneter Umsatz bei 40 Milliarden Dollar. Diese Kennzahl leitet den Jahresumsatz aus dem aktuellen Verkaufstempo ab. Im Juli stieg dieser Wert im Vergleich zum Vormonat um 20 Prozent. Die Erlöse mit Geschäftskunden nahmen laut den von CNBC eingesehenen Unterlagen um 32 Prozent zu.
Unternehmen achten stärker auf den Nutzen
Friar beschreibt zudem einen Wandel bei der Nutzung von KI in Unternehmen. Firmen erlaubten ihren Beschäftigten nicht mehr unbegrenzt hohe Ausgaben für Tokens, wenn kein erkennbarer Ertrag daraus entstehe. Stattdessen bewerteten sie, wie viel eine verwertbare KI-Leistung kostet.
Die Finanzchefin verwies auf das jüngste Modell von OpenAI. Bei Aufgaben rund um autonom arbeitende Programmieragenten sei es 54 Prozent effizienter, sagte sie. OpenAI habe außerdem Preise für Teile seines Modellangebots gesenkt.
Das Investorentreffen fand in einer Woche mit mehreren Abgängen in der Führungsebene statt. Vertriebschefin Denise Dresser verließ das Unternehmen nach acht Monaten. Auch der langjährige Manager Brad Lightcap kündigte seinen Abschied an. Dali Rajic, zuvor operativer Chef des Cybersecurity-Unternehmens Wiz, übernimmt Dressers Aufgabe.
Nach Angaben von CNBC sprachen OpenAI-Manager auch über Konkurrenz durch chinesische Open-Source-Modelle. Präsident Greg Brockman widersprach demnach der Annahme, offene Modelle seien grundsätzlich günstiger. Friar berichtete außerdem über Fortschritte beim Werbegeschäft, das sich einem auf ein Jahr hochgerechneten Umsatz von einer Milliarde Dollar nähere.
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