OpenAI und Google treiben die Entwicklung von KI-Übersetzungen mit neuen Veröffentlichungen voran. OpenAI startete ChatGPT Translate. Dieses eigenständige Tool soll direkt mit etablierten Diensten konkurrieren. Es unterstützt über 50 Sprachen und bietet eine Benutzeroberfläche mit zwei Textfeldern für Ein- und Ausgabe.
Funktionen von ChatGPT Translate
Der Hauptunterschied zu herkömmlichen Diensten liegt in der Anpassung durch generative KI. Nutzer können nach der Übersetzung den Tonfall oder die Zielgruppe ändern. Vorgefertigte Optionen machen den Text förmlicher oder vereinfachen ihn für Kinder. Ein Klick leitet den Nutzer zum Haupt-Interface von ChatGPT weiter. Dort erlaubt ein automatischer Prompt die weitere Bearbeitung. Aktuell verarbeitet das Tool auf dem Desktop nur reinen Text. Auf dem Smartphone ist die Eingabe per Mikrofon möglich. Funktionen für Dokumente oder ganze Webseiten fehlen bisher.
Google stellt TranslateGemma vor
Google präsentierte TranslateGemma. Dabei handelt es sich um eine Reihe offener Übersetzungsmodelle auf Basis von Gemma 3. Die Modelle erscheinen in drei Größen für verschiedene Geräte wie Smartphones oder Laptops. Google nutzt für das Training ein spezielles zweistufiges Verfahren. Dieses kombiniert Supervised Fine-Tuning mit Reinforcement Learning.
TranslateGemma deckt 55 Kernsprachen ab. Google gibt an, dass die Modelle eine hohe Effizienz bei geringerer Größe erreichen. Zudem verfügen sie laut Unternehmen über Multimodal-Fähigkeiten. Dadurch können sie Text innerhalb von Bildern übersetzen. Während OpenAI ein fertiges Tool für Endnutzer anbietet, richtet sich Google mit diesen Modellen primär an Entwickler und Forscher.
Quellen: Android Authority, Google Blog
