OpenAI bringt ChatGPT-Werbung in weite Teile Europas

OpenAI weitet seinen Werbetest in ChatGPT auf 31 europäische Märkte aus. Dazu gehören Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, die Niederlande, Schweden und Polen.

Trishla Ostwal berichtet für Adweek, dass der Test zuvor nur in den USA, Kanada, Australien, Neuseeland, dem Vereinigten Königreich, Japan, Südkorea, Brasilien und Mexiko verfügbar war.

Mit dem Schritt will OpenAI zusätzliche Einnahmen neben Abonnements erschließen. Colin Fleming, Chief Marketing Officer für das Unternehmensgeschäft bei OpenAI, sagt, die Werbeerlöse seien seit Anfang August um mehr als 25 Prozent gestiegen. Die Ausweitung betreffe vor allem neue Länder. Sie ändere nicht, welche Nutzergruppen Werbung in ChatGPT sehen.

Nach Angaben von Fleming erreicht ChatGPT eine Milliarde aktive Nutzer pro Woche. Rund 20 Prozent davon zeigten kommerzielles Interesse, etwa bei der Recherche nach Produkten oder Dienstleistungen. Pläne für Werbung bei zahlenden ChatGPT-Abonnenten oberhalb von ChatGPT Go nannte OpenAI nicht.

Ausbau der Werbeplattform

OpenAI testet Werbung in ChatGPT seit Februar. Im März führte das Unternehmen einen Ads Manager ein. Später kamen Messmöglichkeiten hinzu, mit denen Werbekunden nachvollziehen können, ob eine Anzeige zu einer Handlung führt. Über die Einbindung von AppsFlyer erhalten sie außerdem Daten zu Installationen, Käufen in Apps und Abonnements, die mit ChatGPT Anzeigen verbunden sind.

Im Verhältnis zum Gesamtgeschäft ist Werbung laut Bericht noch klein. Finanzchefin Sarah Friar soll Investoren gesagt haben, OpenAI nähere sich einer jährlichen Werbeumsatzrate von einer Milliarde Dollar. Die Umsätze mit Unternehmen hätten inzwischen die Verbrauchereinnahmen überholt. Die jährliche Umsatzrate des gesamten Geschäfts liege bei mehr als 40 Milliarden Dollar.

Fleming zufolge nutzen mehr als zwei Millionen Unternehmen die Werkzeuge von OpenAI. Das seien doppelt so viele wie ein Jahr zuvor. OpenAI verstärkt deshalb die Ansprache von Unternehmen, Wissensarbeitern und Entwicklern. Zugleich will das Unternehmen Funktionen wie den Sprachmodus und die Bilderstellung bekannter machen.

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