Im Rechtsstreit mit Disney, Universal und Warner Bros. verlangt Midjourney nun Einblick in die internen KI-Praktiken der Studios. Das berichtet Gene Maddaus für Variety.
Die Studios hatten Midjourney im vergangenen Jahr verklagt. Sie werfen dem KI-Unternehmen massive Urheberrechtsverletzungen an ihren geschützten Figuren vor. Midjourney beruft sich auf „Fair Use“ und argumentiert, die Studios nutzten selbst ähnliche KI-Methoden.
Im Juni schränkte Magistrate Judge Joel Richlin die Beweisaufnahme ein. Die Studios müssen demnach nur Informationen zu verbraucherorientierten KI-Anwendungen offenlegen, interne Tools bleiben außen vor. Midjourney hat nun bei Richter John Kronstadt Einspruch eingelegt.
Was Midjourney fordert
Midjourneys Anwalt Bobby Ghajar argumentiert: Sollten die Studios KI-Modelle intern nutzen, etwa für Storyboards, wäre dies der Beweis für eine branchenübliche Praxis. „Wenn die Kläger genau das tun, was sie bestrafen wollen, ist das der Kern unserer Fair-Use- und Unclean-Hands-Verteidigung“, schreibt Ghajar.
David Singer, Chefanwalt der Studios, bezeichnet die Forderung als „Fishing Expedition“. Er betont, es gehe den Studios nicht darum, KI-Technologie oder Midjourneys Geschäft zu stoppen. Sie wollten lediglich verhindern, dass ihre urheberrechtlich geschützten Figuren ohne Erlaubnis verbreitet werden.
Der Ausgang des Streits könnte richtungsweisend für künftige Verfahren rund um KI und Urheberrecht in der Filmbranche sein.
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