KI für Immobilienanzeigen: Die feine Grenze zur Irreführung

Immobilienmakler nutzen zunehmend generative künstliche Intelligenz, um Wohnungen und Häuser zu vermarkten. Das berichtet Kat Tenbarge für das Magazin Wired. Mit KI-Werkzeugen erstellen sie aus Fotos ganze Videorundgänge, möblieren leere Räume virtuell und verfassen Objektbeschreibungen. Branchenkennern zufolge setzt eine große Mehrheit der Makler bereits KI ein.

Befürworter betonen die erhebliche Kosten- und Zeitersparnis. Alok Gupta, dessen Firma AutoReel KI-Videos erstellt, gibt an, Makler könnten bis zu 1.000 US-Dollar und eine Woche Arbeit sparen. Der Makler Jason Haber erklärt, virtuelles Staging sei mit KI in Sekunden kostenlos möglich, während es bei Dienstleistern hunderte Dollar koste und Tage dauere.

Gleichzeitig wächst die Sorge vor Irreführung potenzieller Käufer. Hauskäufer berichten von KI-generierten Bildern mit unrealistischen Details, etwa Treppen, die ins Nichts führen, oder drastisch veränderten Fenstern. In einem Fall wurde in einem Inserat der gepflasterte Hinterhof durch eine Wiese ersetzt.

Branchenverbände wie die US-amerikanische National Association of Realtors betonen, dass ihre Ethikregeln irreführende Bilder verbieten. Makler müssten den Einsatz von KI offenlegen.

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