Ein Experte warnt davor, die Fortschritte künstlicher Intelligenz als „Blase“ oder ihre Ergebnisse als „Schrott“ abzutun. Diese ablehnende Haltung sei eine gefährliche Form der Verleugnung. Sie verschleiere reale Fortschritte und lasse die Gesellschaft unvorbereitet.
Louis Rosenberg, ein langjähriger KI-Forscher, schreibt bei VentureBeat, dass diese negative Sichtweise ein gesellschaftlicher Abwehrmechanismus sei. Er argumentiert, die Öffentlichkeit greife abfällige Narrative auf, weil sie die Aussicht fürchte, ihre kognitive Vormachtstellung an Maschinen zu verlieren.
Rosenberg widerspricht der Berichte rund um eine KI-„Blase“ und verweist auf schnelle technische Entwicklungen und erhebliche Investitionen von Unternehmen. Ein aktueller McKinsey-Bericht zeigt, dass 20 Prozent der Organisationen bereits einen konkreten Nutzen aus generativer KI ziehen. Eine Umfrage von Deloitte deutet zudem darauf hin, dass die meisten Unternehmen ihre KI-Investitionen weiter erhöhen werden.
Der Forscher stellt auch die Annahme infrage, dass menschliche Eigenschaften wie Kreativität und emotionale Intelligenz für KI unerreichbar bleiben. Er warnt vor einem potenziellen „KI-Manipulationsproblem“. Dabei könnten KI-Systeme menschliche Emotionen übermenschlich genau lesen, um Menschen gezielt zu beeinflussen.
Laut Rosenberg wird Verleugnung den Wandel nicht aufhalten, sondern uns nur anfälliger für die damit verbundenen Risiken machen.
