Anthropic hat seinem KI-Assistenten Claude neue Fähigkeiten gegeben. Claude kann jetzt auf einem Mac klicken, tippen, scrollen und Programme bedienen. Die Funktion ist als Research Preview für Abonnenten der Pläne Claude Pro und Max verfügbar.
Claude folgt dabei einem festen Ablauf. Zuerst nutzt das System direkte Verbindungen zu Diensten wie Gmail, Slack oder Google Calendar. Gibt es keine solche Verbindung, steuert Claude den Chrome-Browser. Erst als letzten Ausweg bedient Claude direkt den Bildschirm.
Die Funktion arbeitet mit Dispatch zusammen, einem kürzlich veröffentlichten Werkzeug. Damit weisen Nutzer Claude per Smartphone Aufgaben zu. Sie verbinden Telefon und Mac per QR-Code. Claude erledigt die Aufgaben dann am Desktop und schickt die Ergebnisse zurück.
Anthropic hat mehrere Schutzmaßnahmen eingebaut:
- Claude fragt vor dem Zugriff auf jede App um Erlaubnis
- Nutzer können Claude jederzeit stoppen
- Bestimmte Apps mit sensiblen Daten sind standardmäßig gesperrt
- Das System prüft auf Prompt-Injection-Angriffe
Anthropic gibt offen zu, dass die Funktion noch Schwächen hat. Erste Tests von MacStories zeigten eine Erfolgsquote von etwa 50 Prozent. Das Unternehmen empfiehlt, keine sensiblen Daten zu verwenden. Die direkte Bildschirmsteuerung ist zudem langsamer und fehleranfälliger als direkte Verbindungen zu Diensten.
Die Funktion unterstützt derzeit nur macOS und erfordert, dass die Claude-Desktop-App geöffnet bleibt.
Quellen: Claude Blog, VentureBeat, CNet
