Die KI-Enthusiasten im Silicon Valley sind frustriert über öffentliche Skepsis. Dabei übersehen sie möglicherweise den eigentlichen Punkt. Während Branchenkenner scheinbar wundersame Fortschritte feiern, betrachten viele Menschen KI-Entwicklungen mit Sorge oder Gleichgültigkeit.
Sharon Goldman berichtet für Fortune über diese grundlegende Diskrepanz. Was KI-Entwickler als aufregende Fülle präsentieren, wirkt auf andere bedrohlich. Die Begeisterung eines OpenAI-Forschers über „unendlich viele Gehirne für unendlich viele Probleme“ ignoriert verbreitete Ängste um Arbeitsplätze, Rechenzentren und die Konzentration von KI-Vorteilen bei wenigen Unternehmen.
Goldman argumentiert, dass KI-Firmen zu sehr darauf fokussiert sind, Menschen zu beeindrucken. „Normale Menschen müssen nicht beeindruckt werden“, schreibt sie. „Sie brauchen Antworten: über Arbeitsplätze, Kosten und wer tatsächlich profitiert.“
Die Kluft wird 2026 größer. Sebastian Caliri von der Risikokapitalfirma 8VC stellt fest, dass Technologieunternehmen nicht begreifen, wie stark die Bevölkerung gegen sie polarisiert ist. Der Wettbewerb mit China bedeute wenig für Menschen, die mit Wohnkosten und Gesundheitsausgaben kämpfen.
Auch religiöse Führungspersönlichkeiten äußern Bedenken. Time berichtet, dass christliche Vertreter verschiedener Konfessionen Sorgen über KI-Auswirkungen auf Familienleben, menschliche Beziehungen und Kinder formulieren. Papst Leo XIV. warnt trotz möglicher Vorteile vor potenziellen Schäden.
Die wachsende Gegenwehr zeigt, dass Silicon Valley bessere Antworten braucht statt bloßer technischer Präsentationen.
