Google erweitert Regeln für Werbung mit Daten aus Personal Intelligence

Google hat seine Datenschutzerklärung um eine Ausnahme ergänzt. Daten aus Gmail, Google Drive und Google Fotos können demnach personalisierte Werbung beeinflussen, wenn Nutzer sie bewusst für bestimmte Google-Dienste freigeben.

Betroffen sind vor allem Menschen, die diese Dienste über Personal Intelligence mit der Google-Suche, Gemini Apps oder weiteren Funktionen verbinden. Die KI soll dadurch passendere Antworten und Empfehlungen liefern. Jess Weatherbed berichtet bei The Verge, dass Google Inhalte aus Gmail, Drive und Fotos zuvor grundsätzlich von personalisierter Werbung ausgeschlossen hatte. Die neue Formulierung schafft nun eine Ausnahme für Daten, die Nutzer Diensten mit personalisierter Werbung zugänglich machen.

Google betont, Werbekunden erhielten keinen Zugriff auf die Inhalte aus Gmail, Drive oder Fotos. Auch personenbezogene Angaben wie Name oder E-Mail-Adresse würden ohne Einwilligung nicht weitergegeben. Zudem sollen sensible Merkmale wie Gesundheit, Religion, ethnische Herkunft oder sexuelle Orientierung nicht für Werbezwecke verwendet werden.

Entscheidend ist die Verbindung eines Dienstes. Wer der Google-Suche Zugriff auf Gmail gibt, könnte etwa zu einer Hotelbuchung passende Restauranttipps erhalten. Nach der neuen Regelung können Informationen, die Search dafür verarbeiten darf, je nach Einstellungen auch die Auswahl personalisierter Anzeigen beeinflussen.

So lassen sich Verbindungen begrenzen

Nutzer können die Einstellungen für Search Services Personalization im Google-Konto prüfen. Google bietet dafür zwei zentrale Möglichkeiten:

  • Google Workspace oder Google Fotos bei den verbundenen Inhalts-Apps trennen.
  • Personalisierte Empfehlungen für die Search Services vollständig deaktivieren.

Wie Shimul Sood bei Android Authority schreibt, löscht das Trennen einer App nicht zwingend bereits gespeicherte Informationen aus dem Verlauf der Search Services. Daher lohnt sich auch ein Blick auf gespeicherte Aktivitäten.

Quellen

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