Google Workspace Intelligence denkt mit und das in jeder App

Google hat Workspace Intelligence vorgestellt. Das KI-System verbindet Gemini mit Daten aus Gmail, Chat, Calendar, Drive, Docs, Sheets und Slides. Statt also nur auf das zu reagieren, was Nutzer in einen Prompt eingeben, kann Gemini jetzt automatisch auf E-Mails, Dateien, Chat-Verläufe und Kalendereinträge zugreifen, um kontextbezogene Antworten zu liefern.

Laut Google baut Workspace Intelligence aus den verstreuten E-Mails, Chats und Dateien eines Nutzers einen „Wissensgraphen“ (Knowledge Graph“). Das System soll auf diese Weise Zusammenhänge zwischen Projekten, Kollegen und Dokumenten erkennen und mit der Zeit den Schreibstil sowie die Formatierungsgewohnheiten der Nutzer erlernen.

Was sich in den einzelnen Apps ändert

Mehrere Workspace-Apps erhalten im Zuge dieser Einführung Updates:

  • Gmail bekommt KI-Übersichten in der Suche. Nutzer können Fragen in natürlicher Sprache eingeben und erhalten Zusammenfassungen aus mehreren E-Mail-Threads.
  • Google Drive erhält KI-Übersichten in der Suche sowie die neue Funktion Ask Gemini, beide nun allgemein verfügbar. Mit Drive Projects können Teams zusammengehörige Dateien und Ordner in einer gemeinsamen Wissensbasis bündeln.
  • Google Docs kann Infografiken auf Basis von Geschäftsdaten erstellen, mehrere Bilder gleichzeitig bearbeiten und Kommentare automatisch auswerten und beantworten.
  • Google Sheets kann jetzt aus einem einzigen Prompt ganze Tabellen aufbauen. Google gibt an, dass Gemini in Sheets auf dem SpreadsheetBench-Datensatz, einem Benchmark für das eigenständige Bearbeiten komplexer Tabellen, eine Erfolgsrate von 70,48 Prozent erreicht hat.
  • Google Chat erhält die Funktion Ask Gemini, die Google als „Befehlszeile für die Arbeit“ beschreibt. Sie bietet eine tägliche Zusammenfassung, kann Aufgaben wie das Erstellen von Dokumenten oder das Planen von Meetings übernehmen und verbindet sich mit Drittanbieter-Tools wie Asana, Jira und Salesforce.

Googles Automatisierungswerkzeug Workspace Studio kann nun auch Gems als Schritte in automatisierte Abläufe einbinden: Das sind angepasste KI-Assistenten mit eigenen Wissensbasen.

Admin-Einstellungen und Datenschutz

Google erklärt, dass Administratoren in der Admin-Konsole steuern können, auf welche Datenquellen Workspace Intelligence zugreift. Ist eine Datenquelle deaktiviert, durchsucht Gemini sie nicht aktiv, Nutzer können aber weiterhin manuell auf bestimmte Dateien verweisen.

Google versichert, dass Nutzerdaten nicht von Menschen eingesehen, nicht für Werbung verwendet und ohne Zustimmung nicht außerhalb von Workspace zum Training von KI-Modellen genutzt werden. Administratoren können die Datenverarbeitung und -speicherung darüber hinaus auf die USA oder die EU beschränken. Für Organisationen, die besonders sensible Daten schützen wollen, steht clientseitige Verschlüsselung zur Verfügung, die auch Google selbst den Zugriff verwehrt.

Die meisten neuen Funktionen stehen Abonnenten von Business Standard und Plus, Enterprise Standard und Plus sowie den Consumer-Tarifen Google AI Pro und Ultra zur Verfügung. Einige Funktionen, etwa KI-Übersichten in der Gmail-Suche, sind auch in Business Starter- und Enterprise-Starter-Tarifen verfügbar.

Quellen:

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