Mit diesen Tipps entkommen deine Plakate dem KI-Einheitslook

Mit klaren Stilvorgaben lassen sich KI-generierte Veranstaltungsplakate deutlich vom üblichen Einheitslook abheben. Das Problem vieler Bilder sei eben nicht unbedingt ihre schlechte Qualität, sondern die ständige Wiederholung derselben Pastellfarben, Blumenmotive und Bastelmarkt-Optik. John Hartnup schreibt bei ERE I AM – JH!, dass genau diese Wiedererkennbarkeit schnell ermüdet.

Für einen Test gab Hartnup einer KI die Daten eines erfundenen Frühlingsfests. Der Prompt verlangte ein klares, helles Layout und schloss Pastelltöne, Airbrush-Optik, Ölgemälde und Menschenbilder aus. Trotzdem lieferte das System zunächst ein Motiv, das dem bekannten Stil vieler lokaler Veranstaltungsplakate ähnelte.

Erst die Aufforderung, bewusst eine ganz andere Gestaltung zu wählen, führte zu einem markanteren Ergebnis. Die KI ordnete dieses Plakat dem Bauhaus und der Moderne zu: geometrische Formen, reduzierte Farben, klare Schrift und eine sachliche Informationshierarchie.

Stil konkret benennen

Die wichtigste Lehre aus dem Versuch: Nicht nur nach einem Poster fragen, sondern eine gestalterische Richtung vorgeben. Hartnup probierte unter anderem diese Ansätze aus:

  • Risograph-Druck mit begrenzten Farben und leicht versetzten Farbschichten
  • Japanischen Minimalismus mit viel Freiraum und einem zentralen Motiv
  • Leitsysteme und Beschilderung mit Symbolen, Pfeilen und Raster
  • Memphis-Design mit kräftigen Farben und spielerischen Formen
  • Punk-Fanzines der 1980er Jahre oder Drum-and-Bass-Flyer der 1990er Jahre

Ebenso sinnvoll sind klare Ausschlüsse. Ein Prompt kann etwa eine reduzierte Farbpalette, starke Typografie und eine plakative Grafik verlangen. Zugleich kann er Wimpelketten, dekorative Blumen, Menschenmengen oder typische Bastelmarkt-Motive ausschließen.

Hartnup räumt ein, dass solche Bilder weiterhin als KI-generiert erkennbar sein können. Entscheidend sei jedoch, dass sie eigenständig wirken. Er empfiehlt außerdem, den gewünschten Stil gleich im ersten Prompt zu nennen. Wer mehrere Varianten nacheinander bearbeitet, übernimmt leicht unerwünschte Texte und Bildelemente aus dem bisherigen Chatverlauf. Für spätere Änderungen verweist er auf Werkzeuge, die editierbare Layouts mit echten Textelementen und Ebenen erzeugen.

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