Das KI-Musikunternehmen Suno bringt mit v6 eine neue Modellreihe auf den Markt, an der Warner Music Group und BMG beteiligt sind. Ashley Carman und Lucas Shaw berichten für Bloomberg, dass Suno bei der Nutzung der neuen Modelle Vergütungen an Inhaber von Musikrechten zahlen will.
Damit grenzt sich v6 von früheren Suno-Modellen ab. Für diese erhielten die Rechteinhaber laut Bloomberg keine Vergütung. Wie Suno die Zahlungen berechnet und welche Summen fließen, lässt das Unternehmen offen.
Das Geld soll zunächst an Plattenfirmen und Musikverlage gehen. Sie entscheiden anschließend selbst, wie die Einnahmen unter Künstlern und Songwritern verteilt werden. Warner-Music-Chef Robert Kyncl hatte zuvor erklärt, Suno zahle seinem Unternehmen und dessen Künstlern pro Nutzer mehr als große Musik-Streamingdienste wie Spotify.
Eine wichtige Begrenzung betrifft die Eingaben der Nutzer. Nach Angaben von Suno dürfen sie in Prompts keine Namen realer Künstler verwenden. Damit reagiert das Unternehmen auf Bedenken von Musikschaffenden, deren Stil oder Stimme ohne Zustimmung durch KI nachgeahmt werden könnte.
V6 soll außerdem Musik aus Audioaufnahmen, Bildern und Videos erzeugen können. Nutzer können auch verschiedene Genres und Inspirationsquellen in einem Prompt verbinden. Werkzeuge für KI-gestützte Remixe oder Coverversionen entwickelt Suno nach eigenen Angaben noch. Sie stehen bislang nicht bereit.
Während Warner Music und BMG an der Initiative beteiligt sind, gibt es keine Vereinbarungen mit Universal Music Group und Sony Music. Beide Unternehmen verklagen Suno wegen mutmaßlicher Urheberrechtsverletzungen. Die Einführung von v6 schafft damit ein Lizenzmodell für einen Teil der Musikbranche, während zentrale Rechtsstreitigkeiten weiterlaufen.
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