Claude ist eine leistungsstarke und fähige KI, aber es ist manchmal schwierig und nervenaufreibend, sie in die richtige Richtung zu lenken. Besonders bei wiederkehrenden Aufgaben ist das höchst frustrierend.
„Skills“ helfen Dir genau bei dieser Herausforderung. Es sind detaillierte Beschreibungen, die Claude Schritt für Schritt erklären, wie etwas zu erledigen ist, inklusive Regeln, Beispielen und mehr.
Skills wurden ursprünglich für „Agents“ entwickelt, sind aber auch im klassischen Chat verfügbar und nützlich. Kombinierst Du sie jedoch mit geplanten und automatisierten Aufgaben, werden sie besonders wertvoll.
Dieser Artikel gibt Dir einen Überblick und eine Einführung in Claude Skills für Content-Profis: was sie sind, wie Du sie nutzen kannst und wie Du loslegst.
- Was ein Claude Skill wirklich ist
- Was unterscheidet einen Skill von …
- Beispiel-Anwendungsfälle für Content-Profis
- Wer hat Zugriff auf Skills, und wo
- Wie Claude einen Skill findet und nutzt
- Der Skill, den Du brauchst, existiert vielleicht schon
- Deinen ersten Skill bauen
- Was einen guten Skill ausmacht
- Sicherheit: Nicht alles blind installieren
- Limitierungen und andere Ärgernisse
- Schlusswort
- Bleib auf dem Laufenden zu Claude
Was ein Claude Skill wirklich ist
Anthropic verwendet einen interessanten Vergleich: Stell Dir einen Skill wie das Infomaterial für eine neue Kollegin oder einen neuen Kollegen vor. Er verleiht Claude keine neuen Fähigkeiten, denn die KI weiß bereits, wie man Texte schreibt und formatiert. Stattdessen erklärt ein Skill ihr Deine spezifischen Abläufe, Deine Qualitätsstandards und Deinen Kontext.
Im Kern ist ein Claude Skill ein Ordner mit einer einzigen Textdatei namens SKILL.md. Dieser Ordner kann optional Extras wie Referenzdokumente, Vorlagen oder kleine Skripte enthalten.
Was du dir an dieser Stelle merken kannst: Ein Skill ist reiner Text, den Du öffnen und lesen kannst. Du brauchst dafür keine Programmierkenntnisse. Wenn Du ein Briefing für eine freie Autorin oder einen freien Autor schreiben kannst, kannst Du auch einen Skill definieren.
Ganz oben in der Datei SKILL.md leisten zwei Zeilen wichtige Arbeit: Sie enthalten einen Namen und eine Beschreibung, die Claude erklären, was der Skill macht und wann er zum Einsatz kommen soll. Alles darunter besteht aus Anweisungen in normaler Alltagssprache.
Am effizientesten erstellst Du einen Skill, indem Du im Chat beschreibst, was Du willst, und Claude ihn für dich umsetzt. Später kannst Du ihn verbessern, indem Du der KI mitteilst, was geändert werden soll. Das ist einfach und erfordert vor allem eines: ein bisschen Durchhaltevermögen. Mehr dazu weiter unten.
Eine kurze Historie der Agent Skills
Anthropic brachte Agent Skills im Oktober 2025 auf den Markt. Das Format wurde im Dezember 2025 zum offenen Standard. Andere Anbieter übernahmen es. Im Laufe des Jahres 2026 kamen Verwaltungsfunktionen und Freigabeoptionen hinzu. Das zeigt Dir: Dieses Ökosystem ist jung. Das nächste größere Update könnte Dinge über den Haufen werfen. Und es lohnt sich, Dein aktuelles Setup und Deine Sicherheitspraktiken in sechs Monaten erneut anzuschauen.
Was unterscheidet einen Skill von …
Es ist leicht, Skills mit anderen Funktionen von Claude zu verwechseln. Die folgende Liste definiert jede Funktion, erklärt, wann Du sie einsetzt, und zeigt, wie sie sich mit Skills kombinieren lässt.
- … einem Prompt: Okay, das weißt Du schon. Aber ich muss „Prompt“ kurz definieren, um die Abgrenzung deutlich zu machen. Ein Prompt ist eine einmalige Anweisung für Deine aktuelle Nachricht. Du nutzt ihn, wenn eine Aufgabe nur ein einziges Mal erledigt werden soll. Ein Skill ähnelt dieser Anweisung, ist aber dauerhaft und wiederholbar angelegt (mit bestimmten Limitierungen, auf die ich unten noch eingehe). Faustregel: Hast Du denselben Prompt dreimal eingefügt, sollte er zu einem Skill werden.
- … benutzerdefinierten Anweisungen oder einem Style: Benutzerdefinierte Anweisungen gelten grundsätzlich für alles, was Claude tut, über alle Unterhaltungen hinweg. Nutze sie, um Deine allgemeine Tonalität festzulegen. Ein Skill legt fest, wie eine bestimmte Aufgabe erledigt wird.
- … einem Project: Ein Project ist ein Container für Hintergrundwissen und Dateien, um an etwas Bestimmtem zu arbeiten. Nutze ein Project, wenn Du Referenzmaterial oder besondere Anweisungen hast, die Claude über mehrere Chats hinweg „im Hinterkopf behalten“ soll. Ein Skill dagegen lässt sich überall aufrufen.
- … Connectors: Connectors bieten Zugriff auf externe Daten etwa in Deinem CMS, im Google Drive, in Deinem Kalender oder in Analytics. Der Standard dahinter heißt „MCP“, das Model Context Protocol. Nutze einen Connector, wenn Claude Daten abrufen oder schreiben soll. Während der Connector den Zugriff liefert, liefert der Skill das Know-how. Beide lassen sich nahtlos kombinieren: Ein Skill kann genau beschreiben, wie Claude einen Connector nutzen soll.
- … Plugins: Plugins sind Bundles, die mehrere Skills zusammen mit Connectors enthalten können. Nutze sie, wenn Du in einem Schritt ein größeres Werkzeugset installieren oder teilen willst. Um es noch einmal etwas anders zu sagen: Ein Plugin ist eine Methode, um mehrere Bausteine einschließlich Skills zu bündeln, aber kein eigenständiges Konzept.
Kurzer Entscheidungsleitfaden
| Ich möchte … | Nutze … |
|---|---|
| Eine einmalige Anweisung geben | Einen Prompt |
| Ändern, wie Claude grundsätzlich klingt | Benutzerdefinierte Anweisungen |
| Hintergrundwissen für eine Kampagne bündeln | Ein Project |
| Aktuelle Daten von außen abrufen | Einen Connector |
| Einen wiederholbaren Ablauf festlegen | Einen Skill |
| Ein Werkzeugbündel installieren | Ein Plugin |
Beispiel-Anwendungsfälle für Content-Profis
Aber genug der Theorie. Kommen wir zur Praxis. Zu jedem der folgenden Anwendungsfälle gebe ich Dir eine Idee dazu, was der Skill enthalten könnte und was er für Dich leistet.
Redaktionelle Checkliste und Prüfdurchgang
Dieser Skill enthält vielleicht Deine Terminologie, Formatierungsregeln und verbindlichen Hinweise. Er nimmt einen Entwurf, prüft ihn gegen Deine Regeln und überarbeitet ihn.
Übersetzung und Lokalisierung
Er enthält Deine Vorgaben zu Terminologien, Regeln für das passende Sprachniveau und die Anrede (etwa Du oder Sie im Deutschen), Vorgaben dazu, was auf Englisch bleibt, plus wie mit internen Links umzugehen ist. So folgen Übersetzungen Deinen Hausregeln anstatt allgemeiner Wörterbuch-Definitionen.
Newsletter-Produktion
Dieser Skill enthält Deine feste Newsletter-Struktur und die Anforderungen an das Ausgabeformat. Er zieht sich Textbausteine, wendet die Struktur an und gibt das Format aus, das Dein E-Mail-Tool braucht.
CMS-fertige Ausgabe
Er enthält Deine spezifischen HTML-Regeln für WordPress oder Dein bevorzugtes CMS. Er gibt sauberen Code so aus, wie Dein Editor ihn erwartet.
Weiterverwertung
Dieser Skill enthält jeweils eigenn Regeln für verschiedene Kanäle. Er nimmt einen Kernartikel und erzeugt daraus angepasste Versionen für LinkedIn, Social Media und Newsletter. Und weil Du alles vorher festgelegt hast, passen die Ergebnisse.
Dokumente und Präsentationen
Das könnte die bereits mitgelieferten Dokument-Skills mit einem eigenen Marken-Skill kombinieren. So entstehen formatierte Dateien, die sich an Dein Corporate Design halten.
SEO- und Recherche-Briefings
Das könnte Gliederungsmuster, Pflichtprüfungen und strukturierte Briefing-Vorlagen enthalten. So standardisierst Du, wie Du Themen für Autorinnen und Autoren aufbereitest.
Wer hat Zugriff auf Skills, und wo
Die wichtigste Voraussetzung, um Skills zu nutzen, ist, dass „Code-Ausführung“ und „Dateierstellung“ in Deinen Kontoeinstellungen aktiviert sind (zu finden unter „Fähigkeiten“). Das ist die eigentliche Hürde, nicht Dein Abo, denn Skills stehen in allen Tarifen zur Verfügung, auch im kostenlosen Plan. Das ist erwähnenswert, weil viele Artikel über Skills etwas anderes behaupten.
In Deinem Claude-Konto pflegst Du eine zentrale Liste der Skills. Chat und Cowork teilen sich alle, die Du aktivierst. Dieselben Skills gelten auch, wenn Du die Microsoft-365-Add-ins für Excel, Word, PowerPoint und Outlook nutzt.
Lokale Entwicklungswerkzeuge wie Claude Code (wo Skills als Ordner auf Deinem Rechner liegen) und die API laufen in getrennten Umgebungen. Das Dateiformat bleibt gleich, aber der Installationsprozess unterscheidet sich. Für die meisten Content-Workflows spielt das keine Rolle, weil Du hauptsächlich Chat und Cowork nutzen wirst. Aber jetzt weißt Du es, nur für den Fall der Fälle.
Bei Team- und Enterprise-Plänen können Administratorinnen und Administratoren Skills zentral für alle Nutzer bereitstellen. Einzelpersonen können Skills außerdem mit Kolleginnen und Kollegen teilen oder in einem organisationsweiten Verzeichnis veröffentlichen. Erhältst Du einen geteilten Skill, bekommst Du Updates automatisch, kannst die Quelldatei aber nicht selbst bearbeiten.
Wie Claude einen Skill findet und nutzt
Ein wichtiger Punkt vorab: Startest Du einen neuen Chat, lädt Claude nicht alle Skills auf einmal ins Gedächtnis. Stattdessen liest es nur Namen und Beschreibung jedes installierten Skills. Diese kurzen Zusammenfassungen behält es im Hintergrund, während Du Deine Anfrage tippst.
Passt Dein Prompt zur Beschreibung eines Skills, ruft Claude automatisch die vollständige Datei SKILL.md und alle nötigen Referenzdokumente ab. Es liest Deine Anweisungen und führt Deine Anfrage dann nach diesen Regeln aus.
Dieser Mechanismus hat drei praktische Auswirkungen auf Deinen Arbeitsalltag:
- Du musst nichts aufrufen. Skills sollten sich natürlich in Deinen Workflow einfügen. Bittest Du Claude, einen Newsletter zu entwerfen, und Du hast einen Newsletter-Skill verfügbar, wird er automatisch ausgelöst.
- Du kannst es aber erzwingen. Klappt das nicht, kannst Du Claude explizit sagen, dass es ihn nutzen soll (z. B. „Nutze meinen Newsletter-Skill“). Das ist auch eine gute Angewohnheit, wenn Du einen neuen Skill testest. Am direktesten geht es mit dem „Slash-Command“: Tippst Du am Anfang Deines Prompts einen Schrägstrich, öffnet sich ein Menü, das auch Deine Skills auflistet. So gibt es keine Missverständnisse. Ich mache es immer so.
- Viele Skills zu haben kostet wenig. Weil Claude die vollständige Datei nur lädt, sobald eine Aufgabe es erfordert, verstopfen diese Skills nicht das Gedächtnis der Unterhaltung. Deshalb lassen sich viele kleine, spezifische Skills bauen statt einer riesigen Anweisungsdatei. Und das ist der empfohlene und bevorzugte Weg: Halte Skills spezifisch, sonst überforderst Du Claude eventuell, und es fängt an, Anweisungen zu überspringen.
Der Skill, den Du brauchst, existiert vielleicht schon
Bevor Du Deinen ersten eigenen Skill erstellst, lohnt sich ein Blick darauf, was Anthropic bereits mitliefert. Du hast von Anfang an Zugriff auf eine Reihe von Skills.
Zum Beispiel sind die vorinstallierten Funktionen zur Dokumenterstellung in Claude für Word, Excel, PowerPoint und PDF eingebaute Agent Skills. Claudes Dokumenterstellung ist im Grunde ein Skill-Set, das im Hintergrund läuft.
Wenn Du sehen willst, wie diese Ordner aufgebaut sind, pflegt Anthropic ein öffentliches Repository auf GitHub mit offiziellen Beispiel-Skills. Es enthält praktische Vorlagen wie skill-creator, brand-guidelines und internal-comms, dazu Artifact- und Design-Werkzeuge. Diese Beispiele lassen sich bedenkenlos herunterladen und ansehen. Sie eignen sich besonders gut als Vorlagen und sind gute Beispiele dafür, wie eine professionell geschriebene SKILL.md-Datei aufgebaut ist.
Deinen ersten Skill bauen
Der schnellste Weg zu einem Skill: Beschreibe die Aufgabe im Chat und bitte Claude, daraus einen Skill zu bauen. Du kannst auch den offiziellen skill-creator-Skill nutzen, der Dich befragt und alles zusammenstellt. Ein noch schnellerer Einstieg ist, eine erfolgreiche Aufgabe zu nehmen und Claude anzuweisen: „Erstelle aus dem, was wir gerade gemacht haben, einen Skill.“
Claude zeigt Dir den Skill, und Du kannst ihn per Klick speichern oder aktualisieren. Oder Du bittest um Überarbeitungen!
Am besten verbesserst Du einen Skill im Gespräch, nicht durch manuelles Bearbeiten. Ist ein Ergebnis also fehlerhaft, sag Claude, was schiefgelaufen ist. Du kannst zum Beispiel sagen „die Link-Regel wurde ignoriert“ oder „die Einleitung ist zu lang“. Claude passt die Datei entsprechend an und liefert eine aktualisierte Version, die du dann mit einem Klick speicherst.
Bleib auf dem Laufenden zu Claude
Laufend tut sich etwas bei Claude und es ist mühsam, hier als Contentprofi den Überblick zu behalten. Zudem gibt es etliche Features, die du vielleicht noch gar nicht kennst oder bislang nicht voll ausgenutzt hast. Dafür ist das kostenlose Claude Update perfekt!
Als Dankeschön für deine Anmeldung bekommst du den Download „Claude und Cowork für Contentprofis“ von uns.
Was einen guten Skill ausmacht
Auch wenn Claude den Ordner für Dich erstellt, solltest Du das Ergebnis prüfen. Ein gut gebauter Skill folgt ein paar Regeln. Weißt Du, worauf Du achten musst, kannst Du einen fehlerhaften Entwurf leicht erkennen.
- Beschreibung: Die Beschreibung muss spezifisch sein, in der dritten Person geschrieben werden und einen ausdrücklichen „Use when …“-Auslöser enthalten. Eine vage Beschreibung ist der häufigste Grund, warum Skills nicht auslösen.
- Kurzer Hauptteil: Halte die Hauptdatei schlank. Hast Du lange, detaillierte Anweisungen, packe sie in separate Referenzdateien. Halte diese Dateien auf einer Ebene, denn verschachtelte Ordner können den Ladeprozess durcheinanderbringen.
- Spielraum dem Risiko anpassen: Gib nur eine grobe Richtung vor, wenn verschiedene Lösungsansätze funktionieren und akzeptabel für dich sind. Gib exakte Schritte vor, wenn der Vorgang Präzision benötigt, etwa bei einer festen HTML-Struktur oder einem bestimmten Exportformat.
- Zeigen statt beschreiben: Eingabe- und Ausgabebeispiele schlagen Adjektive. Claude zu sagen, es solle einen „prägnanten, aktiven Sprachstil“ verwenden, bringt wenig. Zwei Vorher-Nachher-Textpaare zu liefern, bringt mehr.
- Ein Skill, ein Zweck: Getrennte Skills sind immer besser als eine riesige Anweisungsdatei, die alles auf einmal versucht.
- Klare Regeln: Biete kein Optionsbüfett an. Gib einen klaren Standardweg vor, plus Ausnahmeregeln für spezifische Sonderfälle.
- Nach der Aufgabe benennen: Nutze einen beschreibenden Namen wie newsletter-update statt eines generischen Begriffs wie helper.
Je klarer Du Deinen eigenen Prozess formulieren kannst, desto besser wird der Skill. Die effektivste Abkürzung: Schreib genau das auf, was Du einer neuen Mitarbeiterin oder einem neuen Mitarbeiter sagen würdest.
Sicherheit: Nicht alles blind installieren
Ein Skill kann ausführbare Skripte und eingebettete Anweisungen enthalten, die Claude in seiner eigenen Umgebung ausführt. Er kann Claude auch anweisen, Daten aus externen Quellen abzurufen.
Ein vielzitierter Snyk-Audit vom Februar 2026 untersuchte fast 4.000 Skills aus Community-Sammlungen. Berichte behaupten oft, der Audit habe 1.467 bösartige Dateien gefunden. Diese Zahl vermischt aber allgemeine Sicherheitslücken mit tatsächlicher Schadsoftware. Genauer gesagt: Snyk fand bei etwa einem Drittel der Dateien irgendeine Form von Sicherheitslücke, während 76 nachweislich schädliche Anweisungen enthielten (etwa Datendiebstahl, Backdoors oder Datenexfiltration). Wichtig ist auch: Die betroffenen Sammlungen waren allesamt Community-Marktplätze, nicht etwa Anthropics offizielles Angebot.
Anthropic sagt: Du solltest nur Skills nutzen, die Du selbst geschrieben oder direkt von Anthropic bezogen hast. Willst Du etwas anderes nutzen, selbst einen Skill, den Dir eine Kollegin oder ein Kollege geschickt hat, prüfe ihn, bevor Du ihn aktivierst.
Limitierungen und andere Ärgernisse
Das alles läuft nicht immer so reibungslos, wie es sollte. Die häufigste Beschwerde dreht sich um die Zuverlässigkeit. Manchmal löst ein Skill einfach nicht aus, selbst bei einer sehr spezifischen Beschreibung. Wie oben erwähnt: Ich verlasse mich nicht darauf, dass Claude einen Skill selbst aufruft. Ich schreibe es einfach in meinen Prompt: „Nutze den Skill /newsletter-update, um …“
In anderen Fällen aktiviert sich der Skill, aber das Modell überspringt eine Anweisung gegen Ende des Dokuments. Das passiert häufig, wenn der Skill zu viel erklären will und dadurch zu lang wird.
Zu viele sich überschneidende Skills schaffen ein weiteres Problem: Die KI tut sich schwer zu entscheiden, welche Anweisung gilt. Mit der Zeit können sich gar leicht widersprüchliche Regeln an verschiedenen Stellen ansammeln.
Seit Skills zum offenen Standard wurden, ist die Übertragbarkeit auf andere Werkzeuge ein Vorteil. Allerdings hängt die Qualität des Outputs immer vom jeweiligen Sprachmodell ab, das die Anweisungen ausführt. Ein auf Claude zugeschnittenes Setup kann bei einem anderen Modell abweichende Ergebnisse liefern.
Und schließlich kann es Deine Geduld auf die Probe stellen, bis Du das gewünschte Ergebnis bekommst. Ich hatte ein hartnäckiges Problem damit, dass mein Newsletter-Update-Skill die neuesten Beiträge nicht zuverlässig abrufen konnte. Mit etwas Ausprobieren fand Claude eine Möglichkeit, das zu verbessern. Andere Skills, etwa der für Übersetzungen, funktionieren gut und zuverlässig. Bereite dich also darauf vor, dass es eine Optimierungsphase gibt: Du wirst die ersten paar Male feststellen, was bereits gut funktioniert und was (noch) nicht.
Schlusswort
Skills sind eine tolle Möglichkeit, Claudes Arbeitsergebnisse bei wiederkehrenden Aufgaben zu verbessern, automatisiert oder nicht. Das Konzept ähnelt Custom GPTs oder Gems, unterscheidet sich aber auch deutlich davon. Statt eine spezialisierte KI in einem Ordner oder Menüpunkt zu suchen, kannst Du Claude jederzeit auf einen Skill verweisen und ihm sagen: Hier, mach es genau so.
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