KI-Musikplattform Suno erhält 400 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 5,4 Milliarden Dollar

Die KI-Musikplattform Suno hat eine Finanzierungsrunde über 400 Millionen Dollar abgeschlossen. Das Unternehmen wird dabei mit 5,4 Milliarden Dollar bewertet. Corbin Bolies berichtet für Variety, dass die Series-D-Runde von Bond Capital angeführt wurde. Ebenfalls beteiligt sind IVP, Forerunner, Union Square Ventures, Alkeon Capital Management und Quiet. Auch frühere Investoren wie Matrix, Lightspeed, Menlo Ventures und Schroders Capital sind wieder dabei.

Die neue Bewertung ist mehr als doppelt so hoch wie die 2,45 Milliarden Dollar, die Suno im November 2025 nach einer Finanzierungsrunde über 250 Millionen Dollar erreicht hatte. CEO Mikey Shulman kündigte die Runde in einem Blogbeitrag an. Er erwähnte zudem Investoren aus der Musikbranche, nannte deren Namen jedoch nicht.

Rechtsstreit und erster Label-Deal

Die Finanzierung fällt in eine Zeit des Wandels im Verhältnis zu den großen Plattenfirmen. Warner Music Group, Universal Music Group und Sony Music Entertainment hatten Suno 2024 wegen Urheberrechtsverletzung verklagt. Warner Music Group einigte sich im November vergangenen Jahres mit Suno und gab gleichzeitig eine Lizenzpartnerschaft bekannt. Es war die erste Vereinbarung der Plattform mit einem Major-Label. UMG und Sony führen ihre Klagen gegen Suno weiterhin fort.

Shulman kündigte ein neues KI-Modell an, das in den kommenden Monaten im Rahmen der Warner-Partnerschaft erscheinen soll. Es soll laut Shulman „neue Erlebnisse für Fans schaffen und Künstlern helfen, ihr Publikum zu erreichen, eine Community aufzubauen und neue kreative wirtschaftliche Möglichkeiten zu erschließen.“

Millionen Nutzer trotz Gegenwind

Trotz der rechtlichen Auseinandersetzungen verzeichnet Suno ein starkes Nutzerwachstum. Im Februar überschritt die Plattform die Marke von zwei Millionen Abonnenten. Der jährlich wiederkehrende Umsatz liegt bei 300 Millionen Dollar. Shulman betonte, dass die Plattform sowohl von professionellen Produzenten als auch von Menschen genutzt wird, die zum ersten Mal Musik erstellen.

„Musikproduktion ist nicht länger das Terrain einer kleinen Minderheit“, schrieb Shulman. „Sie wird zu einer der menschlichsten Tätigkeiten überhaupt, einer Art, wie Menschen kommunizieren, sich erinnern und verbinden.“

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