CNN zieht gegen KI-Suchdienst Perplexity vor Gericht

Der US-Nachrichtensender CNN hat Klage gegen das KI-Unternehmen Perplexity eingereicht. Der Vorwurf: Perplexity kopiere und verbreite journalistische Inhalte von CNN ohne Erlaubnis. Laut einem Bericht von Brian Stelter für CNN ist dies die erste Urheberrechtsklage eines Fernsehsenders gegen ein KI-Unternehmen.

Die Klage wurde beim United States District Court for the Southern District of New York eingereicht. Aus den Unterlagen geht hervor, dass CNN zuvor Verhandlungen über eine Lizenzvereinbarung mit Perplexity geführt hatte. Da keine Einigung erzielt wurde, habe Perplexity gewusst, dass der Zugriff auf CNN-Inhalte nicht gestattet war.

Ein CNN-Sprecher erklärte: „CNNs Klage steht für den Grundsatz, dass Perplexity, ein Unternehmen mit einem Wert von Dutzenden Milliarden Dollar, nicht von Organisationen stehlen darf, die die Originalinhalte erstellen, die Perplexity ausnutzt.“

Perplexitys Kommunikationschef Jesse Dwyer antwortete knapp: „Fakten sind nicht urheberrechtlich geschützt.“

Klagen und Deals: Die Branche ist gespalten

CNNs Vorgehen spiegelt eine breitere Entwicklung in der Medienbranche wider. Verlage und Sender verfolgen zwei Strategien gleichzeitig: Sie klagen wegen Urheberrechtsverletzungen oder schließen kommerzielle Lizenzverträge mit KI-Unternehmen ab.

Gegen Perplexity haben bereits mehrere Medienunternehmen geklagt, darunter News Corp, die New York Times, die Chicago Tribune, Encyclopedia Britannica und das japanische Medienunternehmen Yomiuri Shimbun. Auf der anderen Seite haben Gannett, TIME, Le Monde und Der Spiegel Vereinbarungen mit Perplexity getroffen.

CNN selbst hat mit anderen KI-Unternehmen Lizenzverträge abgeschlossen. Ein Deal mit Meta wurde im vergangenen Dezember öffentlich bekannt. Der Sender betonte, er begrüße die Möglichkeiten, die KI biete. Für Unternehmen, die eine Lizenzierung ablehnten, gebe es jedoch „keine kostenlose Option“.

Perplexity hatte früher in diesem Jahr auf Klagen der Times und der Tribune geantwortet. Das Unternehmen argumentierte, Versuche, „diese neue Technologie durch die Monopolisierung von Fakten zu stoppen“, würden an grundlegenden Prinzipien des Urheberrechts scheitern.

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