Ein neuer Lizenzierungsstandard soll Menschen die Kontrolle darüber geben, wie KI-Systeme ihr Abbild, ihre kreativen Werke, Charaktere und Designs verwenden. Der sogenannte Human Consent Standard ermöglicht es, volle Erlaubnis zu erteilen, Bedingungen zu setzen oder den Zugriff vollständig zu sperren. Laut The Verge gehören zu den Unterstützern Hollywood-Größen wie George Clooney, Meryl Streep, Tom Hanks, Viola Davis, Kristen Stewart und Steven Soderbergh sowie Organisationen wie die Creative Artists Agency und die Music Artists Coalition.
Der Standard wird von RSL Media verwaltet, einer gemeinnützigen Organisation, die von Cate Blanchett mitgegründet wurde. Er baut auf dem Really Simple Licensing (RSL) Standard auf, der Websites ermöglicht, KI-Systemen Nutzungshinweise zu geben. RSL-Media-Mitgründer Eckart Walther erklärt gegenüber The Verge, dass KI-Systeme den neuen Standard über die robots.txt-Datei einer Website erkennen können. Anders als der RSL-Standard, der sich auf Inhalte an einer bestimmten Webadresse bezieht, gilt der Human Consent Standard für das zugrundeliegende Werk oder die Identität einer Person, unabhängig davon, wo sie online erscheint.
Ein im Juni startendes Register dient dazu, die eigene Identität zu bestätigen und Nutzungsrechte festzulegen. RSL Media übersetzt diese anschließend in maschinenlesbare Signale für KI-Systeme.
Blanchett bezeichnet die Initiative als „die erste praktische Lösung der Branche, bei der alle Menschen, nicht nur öffentliche Persönlichkeiten, die Kontrolle darüber behalten, wie ihre Werke von KI genutzt werden.“ Die Nutzung ist kostenlos.
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