Zwei große Tech-Unternehmen ziehen KI-Funktionen in ihrer Software zurück, nachdem Nutzer negativ reagiert haben. Microsoft überdenkt die aggressive Integration von Copilot in Windows 11, während Mozilla Kontrollen einführt, um alle KI-Funktionen in Firefox zu deaktivieren.
Microsoft steht in der Kritik, weil das Unternehmen Copilot-Schaltflächen in zahlreiche Windows-11-Anwendungen eingefügt hat, darunter File Explorer und Notepad. Laut Quellen, die mit den Plänen des Unternehmens vertraut sind, überprüft Microsoft diese Integrationen nun und könnte bestimmte Copilot-Funktionen entfernen oder umbenennen. Die Arbeit an zusätzlichen Copilot-Schaltflächen in eingebauten Apps wurde pausiert.
Auch Windows Recall, eine KI-Funktion, die massive Sicherheitskritik hervorrief, wird überprüft. Microsoft hält die aktuelle Umsetzung für gescheitert und prüft Möglichkeiten, die Funktion weiterzuentwickeln oder umzubenennen. Andere KI-Initiativen wie Semantic Search und Windows ML laufen jedoch weiter.
Mozilla wählt einen anderen Ansatz und bietet Nutzern Wahlmöglichkeiten. Firefox 148 erhält einen neuen Schalter namens „Block AI enhancements“, der alle aktuellen und zukünftigen generativen KI-Funktionen deaktiviert. Firefox-Chef Ajit Varma erklärt, dass diese Entscheidung auf Community-Feedback reagiert. Nutzer können entweder alle KI-Funktionen blockieren oder sie einzeln verwalten, darunter Browser-Übersetzungen, Alt-Text-Generierung und Chatbot-Zugang.
Beide Unternehmen betonen, auf ihre Nutzer zu hören. Microsoft wendet sich ab davon, KI überall zu platzieren, hin zu sinnvolleren Implementierungen. Mozilla-CEO Anthony Enzor-DeMeo erklärt, KI solle immer eine Wahl sein, die Menschen einfach ausschalten können.
Quellen: Windows Central, Bleeping Computer
