Mozilla schmiedet ein Netzwerk aus KI-Startups und Entwicklern, um die Dominanz von OpenAI und Anthropic herauszufordern. Die gemeinnützige Organisation will ihre Reserven von 1,4 Milliarden Dollar einsetzen, um Unternehmen zu fördern, die auf transparente und vertrauenswürdige KI-Entwicklung setzen.
Ashley Capoot berichtet für CNBC, dass Mozilla-Präsident Mark Surman die Initiative als „eine Art Rebellenallianz“ beschreibt. Dies knüpft an Mozillas Geschichte an, Tech-Giganten wie Microsoft und Google herauszufordern.
Mozilla steht vor erheblichen finanziellen Hürden. Der 2022 gegründete Risikokapitalfonds startete mit nur 35 Millionen Dollar. OpenAI hat dagegen über 60 Milliarden Dollar eingesammelt, Anthropic mehr als 30 Milliarden Dollar. Mozilla Ventures hat bisher in über 55 Unternehmen investiert, darunter das KI-Governance-Startup Trail und die Open-Source-Plattform Oumi.
Surman kritisiert OpenAIs Wandel vom gemeinnützigen KI-Labor zu einem kommerziellen Unternehmen mit einer Bewertung von 500 Milliarden Dollar. Er warnt, große Technologiekonzerne mit „Winner-takes-all“-Strategien würden einen „verschlingen, wenn man nicht aufpasst“.
Einige Gründer von Portfolio-Unternehmen zeigen sich zurückhaltend gegenüber dem Rebellenallianz-Konzept. Tony Salomone von Transformer Lab nutzt solche Begriffe vor allem, um Begeisterung zu wecken. Anna Spitznagel von Trail möchte lieber den KI-Einsatz ermöglichen als ihn zu behindern.
Bis 2028 will Mozilla ein Open-Source-KI-Ökosystem für Entwickler finanzieren und ein jährliches Umsatzwachstum von 20 Prozent außerhalb der Suche erreichen.
