YouTube-Chef Neal Mohan hat seine Vision für 2026 vorgestellt. Im Mittelpunkt steht der Kampf gegen minderwertige KI-generierte Inhalte bei gleichzeitiger Förderung von KI-Werkzeugen für Creators. Alex Weprin berichtet für The Hollywood Reporter.
In seinem jährlichen Brief an die YouTube-Community thematisiert Mohan das Problem von „AI slop“. Damit werden allgemein minderwertige KI-generierte Inhalte bezeichnet, die die Plattform überschwemmen. YouTube will bestehende Systeme gegen Spam und Clickbait ausbauen, um die Verbreitung repetitiver, minderwertiger KI-Inhalte zu reduzieren.
„Als offene Plattform erlauben wir eine breite Palette freier Meinungsäußerung und stellen gleichzeitig sicher, dass YouTube ein Ort bleibt, an dem Menschen gerne ihre Zeit verbringen“, schreibt Mohan. Er betont die Verantwortung für eine hochwertige Nutzererfahrung.
Trotz dieser Bedenken setzt Mohan weiterhin auf KI-Innovation. Er hebt vier Schlüsselbereiche für 2026 hervor. Dazu gehören Kreativwerkzeuge, mit denen Nutzer Shorts mit ihrem eigenen Abbild erstellen und mit Musik experimentieren können. Er vergleicht das Potenzial von KI mit revolutionären Technologien wie Synthesizern, Photoshop und CGI.
Die Plattform will auch Transparenzmaßnahmen verstärken, insbesondere bei Deepfakes. YouTube plant KI-Labels und Tools, mit denen Creators ihr Abbild schützen können. Die Unterscheidung zwischen echten und KI-generierten Inhalten wird zunehmend schwieriger.
Mohan konzentriert sich zudem auf nachhaltige Creator-Geschäfte, Verbesserungen bei YouTube Shorts und stärkere Jugendschutzkontrollen.
