Xiaomi hat das Sprachmodell MiMo-V2-Pro veröffentlicht. Das chinesische Elektronikunternehmen behauptet, das Modell erreiche eine Leistung nahe den führenden amerikanischen KI-Systemen, koste dabei aber nur etwa ein Sechstel bis ein Siebtel so viel. Carl Franzen berichtet für VentureBeat über die Veröffentlichung.
Projektleiter Fuli Luo, der zuvor an dem einflussreichen Modell DeepSeek R1 mitarbeitete, bezeichnete den Launch als „stillen Hinterhalt“ auf der globalen KI-Bühne. Er kündigte zudem an, eine Open-Source-Variante zu veröffentlichen, sobald das Modell stabil genug sei.
MiMo-V2-Pro verfügt über insgesamt eine Billion Parameter. Aktiv genutzt werden jedoch nur 42 Milliarden pro Rechenvorgang. Das hält die Kosten niedrig. Das Modell verarbeitet bis zu einer Million Token auf einmal und eignet sich damit für große Datenmengen im Unternehmenseinsatz.
Das unabhängige Benchmarking-Unternehmen Artificial Analysis platziert MiMo-V2-Pro auf Rang zehn seines globalen Intelligence Index. Damit liegt es auf dem Niveau von GPT-5.2 Codex und vor Grok 4.20 Beta. Beim Test ClawEval für autonome Aufgabenausführung erzielte das Modell 61,5 Punkte. Claude Opus 4.6 erreicht dort 66,3 Punkte.
Der Einstiegspreis liegt bei einem Dollar pro Million Input-Token für Anfragen unter 256.000 Token. GPT-5.2 kostet 1,75 Dollar, Claude Opus 4.6 fünf Dollar. Derzeit unterstützt das Modell ausschließlich Text. Eine multimodale Version ist laut Xiaomi in Entwicklung.
