OpenAI führt ein verbessertes Gedächtnissystem für ChatGPT ein. Es soll der KI ermöglichen, einzelne Nutzer langfristig genauer und aktueller zu verstehen. OpenAI zufolge steht das Update, das auf einer Technologie namens „Dreaming“ basiert, Plus- und Pro-Nutzern in den USA ab sofort zur Verfügung. Free- und Go-Nutzer sollen in den kommenden Wochen folgen.
Das Gedächtnis in ChatGPT gibt es seit April 2024. Damals führte OpenAI eine Funktion ein, mit der Nutzer die KI anweisen konnten, bestimmte Informationen zu speichern. Dieses System hatte klare Schwächen: Es speicherte nur, was Nutzer ausdrücklich sagten, und gespeicherte Inhalte veralteten schnell.
Was Dreaming anders macht
Dreaming ist dagegen ein Hintergrundprozess, der den Chatverlauf eines Nutzers auswertet und das Wissen von ChatGPT kontinuierlich aktualisiert. Anders als beim früheren System wartet er nicht auf eine ausdrückliche Anweisung. Stattdessen fasst er automatisch den Kontext aus vielen Gesprächen zusammen.
OpenAI nennt drei Ziele für ein gut funktionierendes Gedächtnissystem:
- Nützliche Fakten festhalten, etwa das Kameraequipment oder die Ernährungsweise eines Nutzers
- Persönliche Vorlieben und Einschränkungen konsequent in allen Gesprächen berücksichtigen
- Aktuell bleiben, wenn Zeit vergeht. Zum Beispiel: aus „plant eine Reise nach Singapur“ wird „war in Singapur“, sobald die Reise vorbei ist
Nutzer können eine Zusammenfassung der gespeicherten Informationen einsehen, Korrekturen vornehmen und der KI Anweisungen geben, welche Themen sie ansprechen oder vermeiden soll.
OpenAI gibt an, dass technische Verbesserungen den Rechenaufwand für Dreaming um etwa das Fünffache gesenkt haben. Damit sei es nun praktikabel, die Funktion auch für Free-Nutzer bereitzustellen. Das Unternehmen bezeichnet dieses Update als sein bislang leistungsfähigstes Gedächtnissystem und kündigt weitere Verbesserungen an.
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