Studierende in den USA verwenden sogenannte KI-Humanizer, um falsche Betrugsvorwürfe zu vermeiden. Viele haben nie künstliche Intelligenz für ihre Arbeiten verwendet. Tyler Kingkade berichtet für NBC News.
Der Einsatz von KI-Detektoren auf dem Campus hat einen eskalierenden Konflikt ausgelöst. Professoren prüfen Arbeiten mit Programmen wie Turnitin und GPTZero auf KI-generierte Inhalte. Die Detektoren gelten jedoch als unzuverlässig. Mehrere Studierende haben Klagen wegen emotionaler Belastung durch Falschbeschuldigungen eingereicht.
Humanizer-Tools kosten etwa 20 Dollar monatlich oder sind kostenlos. Sie scannen Texte und schlagen Änderungen vor, um KI-Erkennung zu umgehen. Einige Studierende nutzen sie zum Verschleiern von Betrug. Andere wollen sich nur vor falschen Verdächtigungen schützen. Die Detektionsfirmen haben ihre Software mittlerweile aufgerüstet.
„Studierende versuchen jetzt zu beweisen, dass sie Menschen sind, obwohl sie nie KI benutzt haben“, sagt Erin Ramirez, Professorin an der California State University, Monterey Bay.
Der Druck führt zu extremen Maßnahmen. Doktorand Aldan Creo baut absichtlich Rechtschreibfehler ein. Brittany Carr verließ die Liberty University nach Falschbeschuldigungen, obwohl sie handschriftliche Notizen vorlegte.
Die Detektionsfirmen betonen, ihre Tools dürften nie alleinige Grundlage für Betrugsvorwürfe sein. Sie sollten Gespräche mit Studierenden anstoßen. Bei Hunderten Studierenden pro Dozent entsteht jedoch erheblicher unbezahlter Arbeitsaufwand. Bis zu fünf Millionen Studierende nutzen bereits Selbstüberwachungs-Tools wie Grammarly Authorship, um ihren Schreibprozess zu dokumentieren.
