Slack hat eine große Integration vorgestellt, mit der Slackbot, der eingebaute KI-Assistent, direkt auf CRM-Daten, Tableau-Analysen, Data-360-Kundenprofile und zahlreiche Drittanbieter-Apps von Salesforce zugreifen kann. Alles funktioniert über eine einzige Chat-Nachricht. Michael Nuñez berichtet für VentureBeat, dass die Funktion auf speziellen Model-Context-Protocol-Servern (MCP) basiert. Diese verbinden Slackbot mit der Headless-360-Infrastruktur von Salesforce. Vertriebsmitarbeiter können so die Historie eines Kunden abrufen, Tableau-Diagramme live einsehen, CRM-Einträge aktualisieren und DocuSign-Freigaben auslösen, ohne Slack zu verlassen.
Slack-CMO Ryan Gavin nennt sein Konzept „Multiplayer-KI“. Anders als Einzelnutzer-Tools wie ChatGPT oder Claude laufen Slackbots Aktionen in gemeinsamen Kanälen ab. Das ganze Team sieht sie. Gavin sieht darin eine Lösung für ein neues Tab-Wechsel-Problem, bei dem Mitarbeitende sonst Dutzende separate KI-Oberflächen bedienen müssten.
Der Schritt erfolgt unter wachsendem Druck. Microsoft Teams und Google Workspace integrieren Copilot und Gemini immer tiefer in ihre Software. Einige kleinere Firmen sollen ihr Salesforce-CRM bereits komplett durch Anthropics Claude ersetzt haben. Gavin äußert sich auch zur Spannung mit Anthropic. Dessen neues Tool Claude Tag hatte intern bei Salesforce für Unruhe gesorgt. Die Überschneidung sei „ein Feature, kein Fehler“, so Gavin. Slackbots vollständiger Zugriff auf Workspace-Daten und Berechtigungen sei der entscheidende Vorteil.
Analysten sehen offene Fragen: die Preisgestaltung für neue Lizenzmodelle, mögliche Verzögerungen durch die Datenabfrage über MCP-Server, und ob Anthropics wachsende Ambitionen Slack langfristig überflüssig machen könnten.
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