OpenAI verwandelt seinen Chatbot in eine vielseitige Softwareplattform und öffnet das ChatGPT App Directory für externe Entwickler. Carl Franzen berichtet für VentureBeat, dass das Unternehmen ab sofort Einreichungen für neue Anwendungen entgegennimmt. Diese Apps ermöglichen es den über 800 Millionen Nutzern, spezialisierte Werkzeuge direkt in ihren Unterhaltungen aufzurufen. Anwender können die Programme über ein Menü auswählen oder gezielt in einem Chat aktivieren.
Im Gegensatz zum bisherigen GPT Store bieten die neuen Apps deutlich mehr Interaktionsmöglichkeiten. Die Software kann Karten, Schieberegler oder Schaltflächen direkt im Chatfenster anzeigen. Bekannte Partner wie Adobe, Microsoft und Google stellen bereits erste Anwendungen bereit. Nun können auch unabhängige Entwickler ihre eigenen Ideen einreichen. OpenAI prüft jede App manuell auf Sicherheit und Qualität, bevor sie im Verzeichnis erscheint. Die allgemeine Veröffentlichung der neuen Anwendungen beginnt Anfang 2026.
Die Monetarisierung steckt noch in der Anfangsphase. Aktuell dürfen Apps lediglich auf externe Webseiten verlinken, um physische Güter zu verkaufen. Der Verkauf von digitalen Abos oder In-App-Diensten ist vorerst untersagt. OpenAI legt Wert auf den Datenschutz und verpflichtet Entwickler zur Datensparsamkeit. Nutzer müssen jeder Datenübertragung an externe Dienste explizit zustimmen. Dennoch gibt es noch Unklarheiten darüber, wie OpenAI selbst mit den ausgetauschten Informationen verfährt. Ein geplantes Webinar im Januar soll Entwicklern beim Einstieg in das neue Ökosystem helfen.
