Die Video-App Sora von OpenAI steckt in Schwierigkeiten. Die Downloads sind im Januar 2026 um 45 Prozent eingebrochen. Die Ausgaben der Nutzer sanken im gleichen Zeitraum um 32 Prozent.
Sarah Perez berichtet für TechCrunch, dass die App zunächst große Erfolge feierte. Am ersten Tag verzeichnete Sora über 100.000 Installationen. Die Marke von einer Million Downloads erreichte die Anwendung schneller als ChatGPT. Sora kletterte damals auf Platz eins im U.S. App Store, obwohl die Nutzung nur mit Einladung möglich war.
Die App ermöglicht es Nutzern, KI-Videos mit Texteingaben zu erstellen. Nutzer können sich selbst und Freunde als Charaktere in die Videos einfügen. Geteilte Videos lassen sich von anderen remixen und mit Musik, Soundeffekten und Dialogen erweitern.
Bislang hat Sora 9,6 Millionen Downloads auf iOS und Android erreicht. Die Nutzer gaben insgesamt 1,4 Millionen Dollar aus. Im U.S. App Store liegt die App aktuell nur noch auf Platz 101 bei den kostenlosen Apps. Bei Google Play steht Sora sogar auf Platz 181.
Mehrere Faktoren tragen zum Rückgang bei. Die Konkurrenz durch Googles Gemini-App und Meta AI hat zugenommen. OpenAI kämpft zudem mit Urheberrechtsproblemen. Zunächst konnten Nutzer Videos mit bekannten Charakteren wie SpongeBob und Pikachu erstellen. Nach Protesten von Hollywood führte OpenAI strengere Kontrollen ein.
Ein Deal mit Disney erlaubt nun die Nutzung von dessen Charakteren. Der Trend konnte dadurch bisher nicht gestoppt werden.
