Meta Muse Image: Öffentliche Instagram-Profile automatisch für KI-Remixes freigeschaltet

Meta hat mit Muse Image das erste Bildgenerierungsmodell der hauseigenen Meta Superintelligence Labs vorgestellt. Das kündigte das Unternehmen in einem offiziellen Blogbeitrag an. Das Tool ist ab sofort Teil von Meta AI und läuft bereits auf Instagram und WhatsApp. Facebook, Messenger und Werbetools über Advantage+ Creative sollen folgen.

Meta beschreibt Muse Image als kreativen Partner, der komplexe Prompts versteht, mehrere Fotos zu einem Bild kombiniert und Text lesbar in Grafiken einfügt. Nutzer können vorgefertigte Presets antippen, Änderungen direkt aufs Bild zeichnen oder ihr Zimmer mit echten Produkten aus dem Facebook Marketplace neu gestalten. Eine weitere Funktion erlaubt es, Instagram-Konten per @-Erwähnung einzubinden, etwa um gemeinsam mit einer anderen Person eine Einladungskarte zu erstellen.

Öffentliche Profile standardmäßig freigeschaltet

Genau diese letzte Funktion sorgt nun für Kritik. Reece Rogers berichtet für WIRED, dass Meta alle öffentlichen Instagram-Profile automatisch für diese KI-Funktion freischaltet. Wer ein öffentliches Konto markiert, kann mit Meta AI deshalb ein Visual mit dem Ebenbild dieser Person erzeugen, ohne dass die betroffene Person davon erfährt. Rogers schreibt, Nutzer müssten sich durch mehrere Menüs klicken, angefangen beim eigenen Profil über den Reiter „Teilen und Weiterverwendung“, um den Schalter „Anderen erlauben, deine Inhalte auf Instagram und mit KI-Funktionen von Meta zu nutzen“ zu finden und für Beiträge sowie Reels einzeln zu deaktivieren.

Selbst nach dem Opt-out bleiben bereits erstellte KI-Bilder bestehen, wie Rogers weiter berichtet. Meta bewirbt die Funktion als praktische Möglichkeit zur Personalisierung. Kritiker sehen in der automatischen Freischaltung und der fehlenden Benachrichtigung jedoch ein Problem für die Kontrolle über die eigenen Bilder im Netz.

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