Meinung: OpenAIs neuestes Update macht die ChatGPT-App kompliziert und langsam

OpenAI hat für den Mac eine komplett überarbeitete ChatGPT-App veröffentlicht. Die neue Version sorgt für viel Kritik. M.G. Siegler beschreibt in einem Beitrag für Spyglass, wie die App ChatGPT und den Coding-Assistenten Codex zusammenführt. Statt im gewohnten Chat startet die App nun direkt im neuen Modus „ChatGPT Work“.

Laut Siegler orientiert sich dieser Modus stark an „Claude Cowork“ von Anthropic. Der klassische Chat ist dagegen in ein Untermenü gewandert. Dort steht er unter den Einträgen „New task“, „Scheduled“ und „Plugins“. Ein Klick darauf öffnet nur ein kleines Pop-up-Fenster, nicht mehr die gewohnte Hauptoberfläche.

Auch technisch hat sich etwas verändert. Die App basiert nicht mehr auf nativer Mac-Software, sondern auf Electron. Das mache sie insgesamt langsamer, schreibt Siegler. Wer die App automatisch aktualisiert, bekommt vorerst weiterhin die alte Version. Die neue App muss man manuell herunterladen, außer man hat bereits Codex installiert.

Die Struktur der App erinnert an ein Betriebssystem. Ein Seitenpanel enthält jetzt einen einfachen Browser, der aus dem bald eingestellten Atlas-Browser von OpenAI stammt. Ein unteres Panel bietet Platz für ein Terminal. Immerhin gibt es eine Vereinfachung: Anstatt Modelle nach Namen auszuwählen, können Nutzer künftig über einen Regler zwischen „Faster“ und „Smarter“ wählen.

Siegler warnt, dass die verwirrende Umstellung unerfahrene Nutzer zu Konkurrenzprodukten wie Apples überarbeiteter Siri treiben könnte, besonders wenn sie einfach nur chatten wollen.

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