Das Startup ComfyUI hat in einer neuen Finanzierungsrunde 30 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 500 Millionen Dollar eingesammelt. Marina Temkin berichtet für TechCrunch, dass Craft Ventures die Runde anführte. Pace Capital, Chemistry und TruArrow beteiligten sich ebenfalls.
ComfyUI startete 2023 als Open-Source-Projekt. Die Gründer entwickelten eine Node-basierte Benutzeroberfläche. Diese ermöglicht es Kreativen, jeden einzelnen Schritt des KI-Generierungsprozesses zu steuern.
Mitgründer und CEO Yoland Yan beschreibt das Problem mit herkömmlichen KI-Tools so: „Wenn man an eine typische Prompt-basierte Lösung wie Midjourney oder ChatGPT denkt, erreicht man damit nur 60 bis 80 Prozent des gewünschten Ergebnisses.“ Er vergleicht das Anpassen von Prompts mit einem Spielautomaten. Eine kleine Änderung kann alles überschreiben, was bereits funktioniert hat.
ComfyUIs Oberfläche hingegen erlaubt es, einzelne Komponenten des Generierungsprozesses gezielt miteinander zu verknüpfen. Das Tool zählt nach eigenen Angaben über vier Millionen Nutzer. Kreative setzen es für Visual Effects, Animation, Werbung und Industriedesign ein. Die Berufsbezeichnung „ComfyUI Artist oder Engineer“ taucht inzwischen auf Stellenausschreibungen von Studios auf.
Das Startup hatte zuvor bereits 19 Millionen Dollar in einer Series-A-Finanzierungsrunde erhalten. Zu den Wettbewerbern zählt Weavy, das Figma im vergangenen Jahr übernahm.
Yan ist überzeugt, dass die Nachfrage nach präziser menschlicher Kontrolle weiter wachsen wird. „Der menschliche Ansatz von Comfy wird am Ende die meiste Aufmerksamkeit auf sich ziehen“, sagt er.
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