Spotify hat eine Vereinbarung mit Universal Music Group geschlossen. Sie erlaubt Abonnenten, KI-generierte Cover und Remixe von Songs teilnehmender Künstler zu erstellen. Anna Nicolaou berichtet für die Financial Times. Spotify ist damit die erste große Streaming-Plattform, die ein kommerzielles KI-Musikprodukt mit Unterstützung eines großen Musiklabels auf den Markt bringt.
Spotify-Co-Chef Alex Norström verteidigte den Schritt. Er verwies auf unkontrollierte KI-Inhalte, die sich bereits auf digitalen Plattformen verbreiten. „Es gibt viele unkontrollierte Versuche in diesem Bereich“, sagte er. Spotify wolle „die legale“ und „die kontrollierte“ Option sein.
Ein Song, tausende Versionen
Das neue Werkzeug wird als kostenpflichtiges Zusatzangebot verfügbar sein. Norström erklärte Investoren, die Funktion könne „aus einem Song 10.000 Songs machen“. Den genauen Preis nannte das Unternehmen bisher nicht.
Norström räumte ein, dass die Skepsis gegenüber KI-generierten Inhalten wächst. Er argumentierte jedoch, dass Spotifys Lizenzverträge, Empfehlungssysteme und Verifizierungstools den eigenen Ansatz abheben. Im vergangenen Monat führte Spotify ein Verifizierungsabzeichen ein, das menschliche Künstler von KI-generierten Inhalten unterscheidet.
Die Ankündigung ließ den Aktienkurs von Spotify um 18 Prozent steigen. Norström bezeichnete den Deal als „Win-win-Situation“ für Spotify, Künstler und Rechteinhaber.
Der Deal fällt in eine Zeit großer Unsicherheit in der Kreativbranche. Produzent Jack Antonoff kritisierte kürzlich neue Möglichkeiten, „das Erschaffen von Kunst vorzutäuschen“. Universal, das Label von Künstlern wie Taylor Swift und Kendrick Lamar, hat seine Musik bereits zuvor an KI-Unternehmen wie Udio und Stability AI lizenziert.
Norström sieht Spotifys Größe als entscheidenden Vorteil gegenüber Start-ups. „Unsere Investition pro Abonnent wird im Wesentlichen minimal sein“, sagte er. „Größe erzeugt Größe. Gewinner gewinnen mehr.“
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