Die Autorin Molly White warnt, dass KI-Unternehmen freie Wissensprojekte ausbeuten, ohne etwas zurückzugeben. In ihrem Newsletter „Citation Needed“ beschreibt sie, wie generative KI-Systeme offene Ressourcen wie Wikipedia nutzen, dabei teure Anforderungen an deren Infrastruktur stellen und weder Quellenangaben noch finanzielle Unterstützung bieten. Die eigentliche Gefahr sei nicht, dass KI offenes Wissen verwendet, sondern dass diese Unternehmen die Projekte, die Wissen frei zugänglich machen, „ausbluten“ lassen könnten. White argumentiert gegen restriktivere Lizenzen oder Bezahlschranken, da diese die Kernmission des offenen Wissens untergraben würden. Stattdessen schlägt sie vor, von KI-Unternehmen zu verlangen, für Hochvolumenzugriffe zu bezahlen und klare Rahmenbedingungen für Einwilligung und Vergütung zu schaffen. White betont, das Ziel müsse sein, „ja, so, aber zu fairen Bedingungen“ zu sagen – mit angemessener Quellenangabe und Infrastrukturunterstützung. Ohne solche Maßnahmen riskieren KI-Unternehmen, ihre eigene „Nahrungsquelle“ freien Wissens zu zerstören, während die Öffentlichkeit den Zugang zu wichtigen Informationsressourcen verliert.
Meinung: KI-Unternehmen gefährden frei verfügbares Wissen
Schlagwörter: Kritik