Neue KI-Browser von OpenAI und Perplexity können herkömmliche Browser wie Chrome und Safari noch nicht ersetzen. Natalie Lung berichtet für Bloomberg. Tests über einen Monat zeigten häufige Fehler und Probleme bei scheinbar einfachen Aufgaben.
KI-Browser wie OpenAI’s Atlas und Perplexity’s Comet setzen Chatbots ins Zentrum des Browser-Erlebnisses. Sie bieten sogenanntes „Agentic Browsing“ an. Damit kann der Browser mehrstufige Aufgaben wie Einkäufe oder das Extrahieren von Informationen aus E-Mails übernehmen. Diese erweiterten Funktionen erfordern derzeit kostenpflichtige Abonnements wegen höherer Betriebskosten.
Die Technologie hat erhebliche Einschränkungen. Im Test brauchte Atlas mehrere Minuten für die Analyse eines LinkedIn-Beitrags. Oft blieb die Software in Schleifen hängen. Beide Browser greifen häufig auf Screenshots zurück, um visuelle Elemente zu interpretieren. Die Rechenleistung ließ Test-Laptops spürbar heiß werden.
Traditionelle Browser-Hersteller Google, Microsoft und Mozilla haben KI-Funktionen hinzugefügt. Die Suche bleibt aber die Standardoption. „Menschen nutzen Google-Suche weiterhin für Shopping und Reisen“, sagt Laura Chambers, CEO von Mozilla. Eine Mozilla-Umfrage ergab: 60% der Nutzer vertrauen generativer KI nur bei unwichtigen Aufgaben, die sie selbst überprüfen können.
Die größte Herausforderung liegt in der Website-Architektur. Heutige Websites sind für Menschen konzipiert, nicht für KI-Agenten. Linda Tong, CEO des Web-Entwicklungstools Webflow, glaubt: Websites brauchen separate Versionen für Menschen und Roboter.
