OpenAI hat mit GPT-6.1 Terra ein neues KI-Modell vorgestellt, das visuelle Aufgaben, Computerbedienung, Texte und Programmierung zu niedrigeren Kosten übernehmen soll. OpenAI kündigt dies in einem offiziellen Blogbeitrag an. Das Modell ist in ChatGPT Work, Codex und über die API verfügbar.
Terra richtet sich laut OpenAI vor allem an häufig wiederkehrende Aufgaben im Arbeitsalltag. Dazu zählen das Auslesen von Rechnungen, die Eingabe von Daten in Buchhaltungssoftware, die Auswertung technischer Zeichnungen, das Ausfüllen von Formularen und die Videobearbeitung.
Die Standardpreise der API liegen bei 1 US-Dollar pro Million Eingabe-Token, 0,05 US-Dollar pro Million zwischengespeicherter Eingabe-Token und 5 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token. Token sind Texteinheiten, die ein KI-Modell verarbeitet. Nach Angaben des Unternehmens kostet Terra damit halb so viel wie GPT-5.6 Terra und GPT-6.1 Sol.
Mehr Leistung bei visuellen Aufgaben
OpenAI sieht die größte Verbesserung bei Aufgaben, die Bildverständnis und die Bedienung von Software verbinden. Im Benchmark Agents’ Last Exam bearbeitet das Modell unter anderem Architekturpläne und erstellt daraus 3D-Modelle. Bei mittlerem Denkaufwand erzielt Terra laut OpenAI 15 Prozentpunkte mehr als GPT-5.6 Terra. Die Kosten pro Aufgabe lägen dabei bei etwa einem Drittel.
Auch bei der Geschwindigkeit nennt das Unternehmen deutliche Fortschritte. Terra erledige getestete Aufgaben mehr als dreimal so schnell wie GPT-6 Astra und GPT-6.1 Sol. Im Benchmark MMMU-Pro für visuelles Schlussfolgern komme das Modell den Ergebnissen beider leistungsstärkerer Systeme nahe, so OpenAI.
Weniger Fehler, bessere Ergebnisse beim Programmieren
Bei internen Tests zu fehleranfälligen Anfragen sank die Fehlerquote laut OpenAI von 53,6 Prozent bei GPT-5.6 Terra auf 16,7 Prozent bei niedrigem Denkaufwand. Bei maximalem Denkaufwand gibt das Unternehmen eine Fehlerquote von 4,3 Prozent an.
Beim Programmier-Benchmark Terminal-Bench 4.0 löste Terra laut OpenAI 50,3 Prozent der Aufgaben. Das ist mehr als doppelt so viel wie der veröffentlichte Wert von GPT-5.6 Terra. Für besonders schwierige Programmieraufgaben empfiehlt OpenAI weiterhin GPT-6.1 Sol oder GPT-6 Astra. Terra übernimmt nach Unternehmensangaben zudem die Sicherheitsvorkehrungen der GPT-6-Reihe und soll besser gegen Prompt-Injection geschützt sein.
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