Googles neue Suchoberfläche hat neuartige Probleme. Wer das englische Wort „disregard“ eingibt, erhält eine nahezu leere KI-Antwort. Russell Brandom berichtet für TechCrunch, dass das neue Design klassische Suchergebnisse weit nach unten verdrängt. An ihrer Stelle erscheinen KI-Zusammenfassungen, die in diesem Fall aber keinerlei nützliche Information liefern.
Google hat seine Suche grundlegend umgebaut. KI-generierte Zusammenfassungen stehen nun ganz oben auf der Ergebnisseite. Die traditionelle Linkliste, jahrelang das Herzstück des Produkts, erscheint erst deutlich weiter unten.
Bei der Suche nach „disregard“ sehen Nutzerinnen und Nutzer zunächst einen großen leeren Block. Ein Link zum Wörterbuch Merriam-Webster ist zwar vorhanden, aber erst nach dem Scrollen sichtbar. Microsoft Bing, das KI-Funktionen weniger aggressiv einsetzt, liefert für dieselbe Suche sofort brauchbare Ergebnisse.
Brandom schreibt, er habe in fast 15 Jahren als Technikjournalist noch nie erlebt, dass ein Bing-Ergebnis wertvoller war als das Google-Äquivalent. Er bezeichnet die aktuelle Google-Erfahrung als „a broken tool“, also als kaputtes Werkzeug.
Der Vorfall zeigt ein grundsätzliches Problem im KI-Suchrennen. Unternehmen führen KI-Oberflächen schnell ein, doch der Alltag legt unerwartete Schwachstellen frei. Google hat sich zu dem konkreten Problem bislang nicht öffentlich geäußert.
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