Google hat seine Suchleiste zum ersten Mal seit 2001 grundlegend überarbeitet. Das Unternehmen stellte die Änderungen auf seiner jährlichen Entwicklerkonferenz I/O in Mountain View, Kalifornien, vor. Die neue Oberfläche nimmt längere, gesprächsartige Anfragen entgegen und unterstützt Eingaben wie Bilder, Videos, PDFs und Inhalte aus Chrome-Tabs. Viele dieser Funktionen waren bisher nur über einen separaten Bereich der Seite erreichbar.
Google führt außerdem zwei bestehende Funktionen zusammen: AI Overviews, die automatisch generierte Zusammenfassungen über den klassischen Suchergebnissen anzeigen, und AI Mode, eine gesprächsorientierte Suchumgebung. Nutzer können künftig Folgefragen stellen, ohne die Hauptseite zu verlassen.
Das neue Angebot basiert auf Gemini 3.5 Flash, dem neuesten KI-Modell von Google. Das Unternehmen gibt an, das Modell arbeite schneller und kostengünstiger als vergleichbare Alternativen.
Liz Reid, Googles Leiterin der Suche, erklärte das Ziel so: „Die meisten Nutzer wollen nicht darüber nachdenken müssen, ob sie eine klassische oder eine KI-orientierte Sucherfahrung bevorzugen.“
Google teilte mit, dass AI Mode seit seinem Start in den USA vor einem Jahr über eine Milliarde monatliche Nutzer erreicht hat. Das Gesamtvolumen der Suchanfragen habe im vergangenen Quartal einen Höchststand erreicht.
Die Änderungen werfen Fragen für Verlage und Werbetreibende auf. Analysten beobachten, dass weniger Nutzer auf externe Websites klicken könnten, je mehr Antworten direkt in der Suche erscheinen. Finanzanalyst Richard Kramer von Arete Research sagte dazu: „Das offene Web hat seine besten Tage hinter sich.“
Quellen: New York Times, VentureBeat
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