Google hat Gemini 2.5 Pro veröffentlicht und beschreibt es als sein bisher „intelligentestes KI-Modell“. Das neue Modell stellt einen bedeutenden Fortschritt in Googles KI-Fähigkeiten dar, mit besonderem Fokus auf Reasoning-Funktionen, die jetzt direkt ins System integriert sind.
Laut Googles Ankündigung sind Gemini 2.5-Modelle „denkende Modelle“, die in einem Zwischenschritt überlegen können, bevor sie antworten, was zu verbesserter Leistung und höherer Genauigkeit führen soll. Diese „Denkfähigkeit“ lässt das Modell Informationen analysieren, logische Schlussfolgerungen ziehen, Kontext und Nuancen berücksichtigen und fundierte Entscheidungen treffen.
Die experimentelle Version von Gemini 2.5 Pro hat beeindruckende Benchmark-Ergebnisse erzielt und belegt mit deutlichem Abstand den ersten Platz auf der LMArena-Rangliste, die menschliche Präferenzen misst. Google berichtet, dass das Modell starke Reasoning- und Code-Fähigkeiten zeigt und bei gängigen Coding-, Mathematik- und Wissenschafts-Benchmarks führend ist.
Technische Fähigkeiten
Das neue Modell baut auf früheren Gemini-Funktionen auf und fügt mehrere technische Verbesserungen hinzu:
- Ein Kontextfenster von 1 Million Token (mit bald 2 Millionen)
- Native Multimodalität für Text, Audio, Bilder, Video und Code
- Fortgeschrittenes Denkvermögen für komplexe Problemlösungen
- Verbesserte Coding-Leistung gegenüber Gemini 2.0
Bei speziellen Benchmarks erzielte Gemini 2.5 Pro ohne Werkzeugeinsatz 18,8% bei „Humanity’s Last Exam“, was Google als Spitzenwert bezeichnet. Bei Coding-Aufgaben erreichte es 63,8% auf SWE-Bench Verified mit einem benutzerdefinierten Agent-Setup.
Verfügbarkeit und Zugang
Gemini 2.5 Pro ist derzeit verfügbar über:
- Google AI Studio für Entwickler
- Die Gemini-App für Gemini Advanced-Abonnenten
- Bald auch auf Vertex AI
Google plant, in den kommenden Wochen Preise einzuführen, die höhere Nutzungslimits für den Produktionseinsatz bieten werden. Das Unternehmen deutet auch an, dass zukünftige Modelle der Gemini 2.5-Familie diese Reasoning-Funktionen direkt integrieren werden.
Im Gegensatz zu früheren Versionen verzichtet Google nun auf die explizite Bezeichnung „Thinking“, obwohl Nutzer in der Gemini-App auswählen können, den Gedankengang der KI zu sehen.
Quellen: Google, 9to5Google