ByteDance hat Namen und Starttermin seines nächsten KI-Videomodells bestätigt. Ryan Merket berichtet für RuntimeWire, dass Seedance 2.5 Anfang Juli erscheinen soll. Das Modell bringt drei wesentliche Neuerungen gegenüber dem Vorgänger: native Videoausgabe mit bis zu 30 Sekunden Länge in einem einzigen Clip, deutlich mehr Kapazität für Referenzmaterial sowie verbesserte Möglichkeiten zur Steuerung und Bearbeitung von KI-generierten Videos.
Die wichtigsten Neuerungen im Überblick
- 30-Sekunden-Clips: Seedance 2.0 unterstützte maximal 15 Sekunden native Ausgabe. Die Verdopplung ist relevant, weil visuelle Konsistenz über längere Clips hinweg eines der schwierigsten Probleme bei KI-Video bleibt.
- Mehr Referenzmaterial: Seedance 2.5 soll 50 sogenannte „full-modal reference materials“ unterstützen. Zum Vergleich: Seedance 2.0 war auf 9 Bilder, 3 Videoclips und 3 Audioclips begrenzt. Das höhere Limit erlaubt es, in einem Durchgang deutlich mehr Kontext zu liefern, zum Beispiel Produktfotos, Charakterreferenzen und Stilvorlagen.
- Bessere Bearbeitungskontrolle: Das Update verspricht präzisere Steuerung bei Generierung und Bearbeitung. Bisher mussten Nutzer oft eine ganze Szene neu generieren, um kleine Änderungen vorzunehmen.
Die Angaben stammen aus Posts auf X (Twitter) der Nutzer @chetaslua und @alisaqqt, die sich direkt auf ByteDance beziehen. ByteDance selbst hat bisher keine Informationen zu Preisen, API-Zugang oder zur Verfügbarkeit in einzelnen Märkten veröffentlicht.
Die Verteilung des Modells dürfte eine zentrale Frage bleiben. Als Seedance 2.0 früher in diesem Jahr in CapCut eingeführt wurde, legte ByteDance Einschränkungen fest: keine Generierung mit echten Gesichtern ohne Erlaubnis, kein nicht autorisiertes geistiges Eigentum und eine verpflichtende unsichtbare Wasserzeichnung. Ein Modell mit mehr Referenzkapazität und längeren Clips verschärft diese Fragen zusätzlich.
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